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Dr. Ulrich Eberl
Herr Dr. Ulrich Eberl
  • Wittelsbacherplatz 2
  • 80333 Munich
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Dr. Ulrich Eberl
Herr Florian Martini
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2023

Statt stundenlang im Stau ein Kaffee auf der neuen Brücke über den Bosporus - das Elektroauto begibt sich einstweilen zur nächsten Stromzapfsäule. Istanbul im Jahr 2023 ist nicht nur ökonomisches Zentrum einer der wichtigen Volkswirtschaften der Welt, sondern auch Heimat für Cluster zahlreicher Innovationsindustrien. Der Aufstieg vom Schwellenland zur wirtschaftlichen Kraftmaschine: Die Türkei zeigt, wie es geht.

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Wind im Tank
Istanbul, 2023. Die Türkische Republik wird 100 Jahre alt. Elektroautos, die mit Windstrom fahren sind ebenso selbstverständlich wie die Tatsache, dass die Fahrzeuge und ihre Infrastruktur im Land selbst entwickelt und gebaut werden.
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Feride würde ein riesiges Tulpenfeld sehen – hätte sie nicht schon vor Jahren ihr Augenlicht verloren. Ein überwältigender Anblick: Vom Café, hoch über dem Bosporus, auf der „Neuen Brücke“, sieht man die Hagia Sophia, wie auch die Windturbinen im Westen Istanbuls. Erst kürzlich, zum hundertsten Geburtstag der Türkischen Republik, wurde die Brücke fertiggestellt. Mit ihrem sagenhaften Appetit kaut Feride auf einem Baklava, der typischen türkischen Süßigkeit. Ihre Freundin Elif weigert sich, auch nur einen Bissen zu sich zu nehmen. „Du weißt ganz genau, mein Doktor hat mir eine strikte Diät verordnet,“ sagt sie vorwurfsvoll.

Ein paar Krümelchen landen dann doch auf ihrer Gabel und in ihrem Mund, und dann noch ein paar… Das Allermeiste der klebrigen Süßigkeit auf dem Teller verschwindet jedoch in Emirs Mund, Ferides Urenkel, ein noch größeres Leckermaul als Feride selbst. „Gibt’s noch was?“, fragt er, den Mund voller Baklava.

Für Emir und seine Freunde ist die Brücke zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Landschaftsarchitekten haben das oberste ihrer drei Stockwerke auf die Bedürfnisse von Fußgängern und Radfahrern ausgerichtet, denn nur sie dürfen diese Ebene benutzen. Kleine Geschäfte und Cafés gibt es da, sowie Spielplätze. Bäume schützen vor der Sonne. Darunter, im mittleren Stockwerk, jagen Züge mit hoher Geschwindigkeit über den Bosporus. Die unterste Ebene ist für Elektrofahrzeuge reserviert; viele von ihnen wurden von der boomenden, einheimischen Elektroautoindustrie entwickelt und gebaut. Zu allen Tages- und Nachtzeiten gelangen sie zügig über die Brücke. Den für den Verkehrsfluss idealen Abstand halten sie automatisch ein.

„Die Fahrt von Bakirkoy nach Emirgan dauert nur noch 25 Minuten“, sagt Elif. Als sie ein Kind war, erinnert sich Feride, war sie dafür glatt einen halben Tag unterwegs. Sie besuchte damals oft ihre armenische Schulfreundin. Doch Zeit war damals kein so rares Gut wie heute. Die beiden Mädchen verbrachten Stunden damit, Blumenkränze zu flechten, um sie am Ende in die Strömung des Bosporus zu werfen.

Emir träumt davon, eines Tages riesige Windturbinen zu bauen, wie seine Mutter. Die Türkei hat ihren eigenen Energiemarkt komplett umgebaut. Statt fossile Energieträger zu importieren, exportiert das Land nun Energie – erneuerbare. Windenergie aus dem Westen des Landes, Sonnenstrom aus dem Süden, Strom aus Wasserkraft, der in den Bergregionen des Landesinneren erzeugt wird. Anhaltend starkes Wirtschaftswachstum, vor allem dank innovativer Industrien wie der Umwelttechnik, hat die Türkei zu einer der tragenden Säulen der 2017 gegründeten International League of Emerged Economies werden lassen. Istanbul gilt längst als eine der wichtigsten Brücken zwischen Europa und dem Mittleren Osten.

„Emir, stopfst Du Dich wieder mit Süßigkeiten voll?“ Eine strenge Stimme unterbricht das Geplauder der alten Damen. Emir dreht sich um – und lächelt. Seine Mutter, Zeynep, ist gerade angekommen. Ihr Elektroauto hat sie am östlichen Brückenkopf geparkt. Das Fahrzeug lädt dort seine Batterien auf. Emirs Mutter ist bester Laune. Während der Fahrt – der Autopilot kümmerte sich einstweilen um Verkehr und Parkplatzsuche – hatte sie in den Fernsehnachrichten gute Neuigkeiten vernommen: Marokko möchte einen riesigen Windpark bauen.

Und Zeyneps Arbeitgeber, ein Technologieunternehmen, hat bei der Ausschreibung gute Karten. Viele der nötigen Komponenten produziert die Firma in der Türkei und in ihrem marokkanischen Werk. Zeynep arbeitet im Forschungs- und Entwicklungsteam in Istanbul. Vor ein paar Jahren nahm es seine Arbeit auf, in Kartal, einem Stadtteil, in dem sich im Laufe der letzten zehn Jahre immer mehr Hightech-Unternehmen ansiedelten; inzwischen macht der Begriff Silicon Turk Valley die Runde. Zeynep hat ein paar gute Ideen, wie sich die Effizienz der Turbinen noch weiter erhöhen lässt – je nach Schwerpunkt der Ausschreibung ein entscheidender Vorteil gegenüber dem Wettbewerb. Ihr nicht ganz billiges Master-Studium in Wind Power Engineering an der Tsinghua Universität hat sich jedenfalls bezahlt gemacht.

„Oh nein“, ruft Elif. „Schon wieder der Alarm.“ Mikro-Sensoren in ihrem modisch geformten Ohrclip haben einen erhöhten Zuckerspiegel im Blut gemessen. Ihr mobiles Kommunikationsgerät meldet sich mit einem Piepen und Brummen – es empfiehlt eine kleine Dosis Insulin. Elif hat sich an diese Prozedur schon gewöhnt. In gewisser Weise hat sie ja auch Glück im Unglück. Jedenfalls sieht Feride das so. Denn bei Elif wurde die Disposition für Diabetes vor ein paar Jahren im Zuge eines Gen-Screenings entdeckt, gerade rechtzeitig, um die schlimmsten Folgen der Krankheit zu vermeiden. Vorbeugung und eine Anpassung des Lebenswandels (mal von den Krümelchen Baklava abgesehen) machen die chronische Krankheit weniger problematisch für Elif und weniger teuer für das Gesundheitssystem.

Das muss ohnehin mit steigenden Kosten klarkommen, aufgrund der stetig wachsenden Zahl älterer Patienten. Die Personalknappheit in Gesundheitsberufen ließ sich immerhin in den Griff bekommen: mit Hilfe intelligenter Technologie, etwa elektronischen Patientenakten, die – mit dem richtigen digitalen Schlüssel – zu jeder Zeit und an jedem Ort Zugriff erlauben: ob in Istanbul, Ankara oder Anatolien. „Wären Gen-Screenings nur schon in den 90er-Jahren üblich gewesen. Damals fing mein Augenlicht zu schwinden an: wegen meines Glaukoms. Erst hatte ich gar nichts davon bemerkt,“ sagt Feride. Doch sie hat genug Lebenserfahrung gesammelt, um sagen zu können: Was zählt, ist vorwärts zu gehen, nicht rückwärts.

„Gibt’s noch Baklava?“, fragt Emir. Die kleine Gruppe steht auf und macht sich auf den Weg. Neben einem der Tulpenfelder bleibt Feride stehen, bückt sich, pflückt eine der roten Blumen. Sie versucht ihren Duft einzuatmen, schließt dabei die blinden Augen. Sie erinnert sich daran, wie die Hagia Sophia aussieht. Emir und Zeynep haken sich unter, langsam macht Feride einen Schritt nach dem anderen, in Richtung der Balustrade; der Wind zerzaust ihr weißes Haar. Da steht sie also, hoch über der breiten Wasserstraße, die Istanbul in zwei Hälften teilt, sie hebt ihren Arm, hält die Blume einen Moment lang in die Höhe und lässt sie dann in den Bosporus fallen. Feride muss nach Hause, ausruhen. Morgen ist ihr hundertster Geburtstag.

Andreas Kleinschmidt

The process of urbanization is progressing rapidly worldwide - with far-reaching consequences for the environment. More than half of the world’s population already lives in cities, which generate 80 percent of greenhouse gas emissions and consume 75 percent of the energy used worldwide. Forecasts indicate that the number of cities with more than ten million inhabitants is set to rise from 22 to 26 by 2015. Most of these megacities will be in developing countries and emerging markets, whose infrastructures are often lacking when it comes to sustainability. To blunt the impact of this rapid urbanization, municipal authorities are increasingly turning to energy- efficient technologies and sustainable city planning concepts.
Urban Nature
Huge Growth Market for Green Urban-Infrastructure Solutions

In a study conducted on behalf of Siemens, the Economist Intelligence Unit drew up the European Green City Index, which evaluated the sustainability efforts of 30 key European cities. Copenhagen comes out top, followed by Oslo, Stockholm, and Vienna. The cities received their good rankings in recognition of their energy-saving and climate-protection efforts.
What Makes a City a Winner?
Wind, Wood & Two Wheels
Green Milestones

Due to a lack of space and resources, Singapore is forced to implement sustainable urban planning in a confined area. To this end, it encourages international companies to use the city state as a test bed for green innovations, making it one of Asia’s greenest megacities. China is also looking at ways of giving urban growth a greener complexion - for example, through the use of highly efficient Siemens technologies. A wide range of solutions will be presented at EXPO 2010 in Shanghai in line with the world fair’s slogan of "Better City, Better Life".
China’s Cities Come of Age
Green Test Bed

To turn the dream of a green city into reality, scientists all over the world are working on new kinds of technologies and visionary ideas. Researchers at Siemens, for example, want to install transparent organic LEDs in buildings or exploit the principle of photosynthesis to create a special façade coating. Energy-saving LEDs from Osram are already being used in streetlamps in Regensburg. Some scientists would also like to transform skyscrapers into greenhouses in order to at least partly meet demand for food in megacities with locally-grown products.
Turning Carbon into Cash
Food Where it’s Needed

  • PEOPLE
  • European Green City Index
  • Stefan Denig,
  • Siemens Issue Management stefan.denig@siemens.com
  • Green cities in China
  • Bernd Eitel, CC China bernd.eitel@siemens.com
  • Solutions for South Africa
  • Rolf Huber, CC, rolf.huber@siemens.com
  • Singapore
  • Klaus Heidinger, City of the Future klaus.heidinger@siemens.com
  • Oslo and Smart City Trondheim
  • Gry Rohde Nordhus, CC Norway gry.nordhus@siemens.com
  • CO2 use
  • Dr. Osman Ahmed, BT USA osman.ahmed@siemens.com
  • Prof. Dr. Maximilian Fleischer, CT maximilian.fleischer@siemens.com
  • Lighting and building systems
  • Dr. Peter Dobiasch, Osram p.dobiasch@osram.com
  • Tobias Huber, BT t.huber@siemens.com
  • LED streetlamps
  • Dr. Martin Moeck, Osram martin.moeck@osram-os.com
  • Organic light-emitting diodes (OLEDs)
  • Dr. Christoph Gärditz, Osram christoph.gaerditz@osram-os.com
  • Vertical farms
  • Dr. Dickson Despommier ddd1@columbia.edu
  • Expo 2010 "Better City, Better Life"
  • http://en.expo2010.cn
  • Future Dialogue
  • www.future-dialogue.org
  • Daniel Libeskind’s website
  • www.daniel-libeskind.com
  • LEDs
  • www.osram.com/led
  • Vertical farms
  • www.verticalfarm.com
  • Singapore on the Web
  • www.gov.sg
  • Article on Moscow City power plant in Venture magazine
  • www.energy.siemens.com/hq/en/energy-topics/publications/venture