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Dr. Ulrich Eberl
Herr Dr. Ulrich Eberl
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Gut umsorgt: In der Dell-Kinderklinik in Austin, Texas, werden nicht nur die kleinen Patienten bestens behandelt.
Auch das Gebäude selbst ist ein landesweites Vorbild an Effizienz.

Gut umsorgt: In der Dell-Kinderklinik in Austin, Texas, werden nicht nur die kleinen Patienten bestens behandelt.
Auch das Gebäude selbst ist ein landesweites Vorbild an Effizienz.

Partner der Wahl in Barcelona

Grünes Krankenhaus

Von unabhängigen Stromversorgungs- und Wassermanagement- bis zu Brandschutz- und Luftreinigungssystemen: Krankenhäuser benötigen absolut zuverlässige technische Einrichtungen. Das Dell-Kinderkrankenhaus in Austin, Texas, zeigt, wie dies geht und wie auch noch erheblich Energie gespart werden kann – dank Lösungen von Siemens.

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Image Gut umsorgt: In der Dell-Kinderklinik in Austin, Texas, werden nicht nur die kleinen Patienten bestens behandelt. Auch das Gebäude selbst ist ein landesweites Vorbild an Effizienz.

Partner der Wahl in Barcelona

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Im Herzen der katalanischen Millionenstadt Barcelona ist Siemens eine medizinische Kooperation der besonderen Art eingegangen: Mit dem Krankenhaus „Hospital Clinic Barcelona“ beschreitet die Sparte Healthcare Diagnostics seit Dezember 2008 neue Wege bei der Integration von Labordiagnostik, Bildgebung und Informationstechnologie – zunächst auf den Gebieten der Leberfibrose, Pränatalmedizin und Darmkrebs. Ziel dieser vorerst auf drei Jahre angelegten Kooperation ist es zunächst, innovative Methoden zur Früherkennung von Krankheiten oder Missbildungen und deren Therapie zu entwickeln. Diese sollen vor allem mit Hilfe von Untersuchungsergebnissen realisiert werden, die das Krankenhaus aus Labordaten und bildgebenden Verfahren gewinnt. „Wir wollen die Ergebnisse aus In-vivo und In-vitro-Untersuchungen mit Hilfe der Informationstechnik so kombinieren, dass wir schneller und sicherer eine Diagnose stellen und dem Patienten frühzeitig eine effektive Therapie anbieten können“, erklärt Dr. Aurea Mira, Leiterin des biomedizinischen Diagnostikzentrums der Klinik. Siemens und die Klinik hoffen, damit künftig beispielsweise schmerzhafte Biopsien zur Gewebeentnahme durch eine Kombination aus biochemischen Analysen und bildgebenden Verfahren ersetzen zu können – etwa bei der Bestimmung des Krankheitsstadiums einer Leberfibrose, dem Einwuchern von Bindegewebe in die Leber. Darüber hinaus sollen auf dem Feld der Pränatalmedizin Krankheiten beim Fötus oder bei Schwangeren früher erkannt werden. Ziel ist es auch, Biomarker zu entwickeln, mit deren Hilfe sich die Reaktion von Krebswucherungen auf unterschiedliche Chemotherapeutika vorhersagen lässt. Mit der Verschmelzung von Diagnostik, Bildgebung und IT möchte das Hospital Clinic Barcelona langfristig ein völlig neues integriertes Konzept in der Patientenversorgung aufbauen – auch auf Gebieten außerhalb von Leberfibrose, Pränatalmedizin und Darmkrebs. Siemens plant zudem, die Erkenntnisse dieser Kooperation in die spätere Entwicklung und das Zusammenspiel seiner medizinischen Geräte einfließen zu lassen. Das über 100 Jahre alte Krankenhaus in Barcelona ist dabei ein idealer Partner. So ist es bereits mit modernster Siemens-Technologie ausgestattet – etwa mit einem vollautomatischen Diagnostiklabor, modernsten Bildgebungsverfahren der digitalen Radiologie und Angiographie oder integrierten Informationssystemen, die das Krankenhaus bereits heute nahezu papierfrei machen. „Darüber hinaus kann unsere Klinik laut den Ergebnissen der jährlichen Krankenhausbewertung der spanischen Gesundheitsberatung schon seit Jahren mit den besten medizinischen Resultaten in punkto Diagnose und Therapie aufwarten“, verrät Mira. „Nicht zuletzt, weil wir stets zügig neue Wege zur effektiveren Patientenversorgung beschreiten.“ Siemens ist hier der Partner der Wahl, weil es das bisher einzige Unternehmen ist, das integrierte Gesundheitslösungen von der Labordiagnostik über die Bildgebung bis zur IT anbieten kann. Die Kooperation wird neben der effizienteren Patientenversorgung aber auch wirtschaftliche Aspekte erfüllen. Das Hospital und Siemens sind überzeugt, dass die Zusammenführung von In-vivo, In-vitro und IT auch zur Kostensenkung im Gesundheitswesen führt. „Es wird eine Win-Win-Situation sein“, ist sich Aurea Mira sicher. „Der Patient erhält eine auf ihn zugeschnittene, qualitativ höhere Behandlung, die aber gleichzeitig sowohl für ihn als auch für das Krankenhaus bezahlbar bleibt.“
Sebastian Webel

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Das Dell Children’s Medical Center in Austin, Texas, ist die erste medizinische Einrichtung der Welt, die eine LEED-Platinum-Zertifizierung erhalten hat. Diese Auszeichnung – LEED steht für Leadership in Energy & Environmental Design – wird vom U.S. Green Building Council vergeben. Mit über 46 000 m² ist die im Sommer 2007 eröffnete Klinik das größte Kinderkrankenhaus der Region. Sie gehört zur Seton-Gruppe, dem größten Gesundheitsdienstleister in Zentral-Texas.

Der Energiebedarf von Krankenhäusern ist hoch, weil sie rund um die Uhr betrieben werden und die Patientenversorgung sehr energieintensiv ist. Nach einer Statistik des U.S. Department of Energy verbrauchen sie 2,5-mal so viel Energie und produzieren auch 2,5-mal so viel CO2-Emissionen wie Bürogebäude.

„Vor diesem Hintergrund ist die LEED-Zertifizierung umso bedeutender“, sagt Phil Risner, Ingenieur für Gebäudesysteme und zuständiger Projektmanager bei Seton. „Von Anfang an hatten wir LEED Platinum im Blick, während wir das optimale Umfeld für unsere Patienten und Mitarbeiter entwarfen. Für uns stand fest, dass ein umweltfreundliches Gebäude auch spürbare positive Auswirkungen auf die medizinische Versorgung haben würde.“

Alan Bell, Direktor für Design und Konstruktion bei Seton, ergänzt: „Nachdem wir Mitte 2007 mit der Belegung des 169-Betten-Hauses begonnen hatten, erhielten wir Anfang 2009 die Zertifizierung. Dafür wurden wir in den sechs LEED-Schlüsselkategorien geprüft: nachhaltige Grundstückserschließung, Wassereinsparung, Energie und Atmosphäre, Materialien und Ressourcen sowie Raumluftqualität und innovatives Design.“ Besonders wichtig für die Vergabe des Zertifikats waren die Punkte in den Kategorien Energie und Atmosphäre und Raumluftqualität. Dabei ging es vor allem um die Konzeption, die Integration und die Implementierung des Systems für die Gebäudeautomatisierung.

Komplettlösung. Seton hatte hierfür die Division Building Technologies von Siemens beauftragt. Siemens installierte mit dem System APOGEE eine Komplettlösung für das Gebäude- und Energiemanagement, die auch die Brandmelder und die Notsteuerung für die Lüftung umfasst. Sie kann so unterschiedliche Systeme wie Zugangskontrollen, Kommunikation, Notstrom, Brandbekämpfung, IT und Beleuchtung integrieren. In der Dell-Klinik überwacht die Gebäudeautomatisierung viele Energieverbraucher, von Pumpen und Gebläsen über die Kühlanlagen und Heißwasser-Erzeuger bis zum 60 000 l fassenden Therapiebecken des Rehazentrums der Klinik.

Das subtropische Klima von Austin stellt hohe Anforderungen an die Qualität der Raumluft. Daher steuert das Siemens-System auch die Klimaanlage und die Zufuhr von Außenluft und es berücksichtigt voreingestellte Nachtabsenkungen und andere Vorgaben. Es erstellt automatisch Tagesberichte über Abweichungen von Sollwerten und unterstützt so die Servicetechniker beim optimalen Betrieb der Systeme.

Außerdem kontrolliert die Gebäudeautomatisierung das gebäudeeigene, hocheffiziente 4.5 MW-Blockheizkraftwerk und liefert die Informationen, die für die komplizierte Entscheidungsfindung im Energiebereich nötig sind. Es wurden damit bereits erhebliche Einsparungen erzielt. „Dank der technischen Kompetenz von Siemens konnten viele neue Technologien implementiert werden“, freut sich Alan Bell. Zum Vergleich: Das Dell-Kinderkrankenhaus spart derzeit so viel Energie ein, dass damit 1 800 Privathaushalte in Austin versorgt werden könnten.

Geringe Fluktuation. „Viele Krankheiten kann man leider nicht direkt heilen, aber man kann immer etwas für die Seele tun, und das versuchen wir", erklärt Schwester Teresa George, Vizepräsidentin und CEO der Dell-Kinderklinik. „Dafür haben wir unsere Mitarbeiter, unsere Programme und die Arbeitsumgebung, die wir schaffen.“ Dells guter Ruf als grünes Krankenhaus lockt hoch motiviertes und gut ausgebildetes Personal an – sowohl Spezialisten für Kinderheilkunde wie Krankenschwestern. Die Fluktuation ist sehr niedrig: Während US-weit pro Jahr 10 bis 15 % der Angestellten im Gesundheitswesen wechseln, sind es bei Dells Krankenschwestern nur 2,4 %. Zudem steigt die Produktivität des Personals. Seton schätzt, dass diese Effekte zusammen genommen zu Einsparungen in Höhe der gesamten Jahresenergiekosten führen.

Steven E. Kuehn