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SIEMENS

Research & Development
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Dr. Ulrich Eberl
Herr Dr. Ulrich Eberl
  • Wittelsbacherplatz 2
  • 80333 Munich
  • Germany
Dr. Ulrich Eberl
Herr Florian Martini
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Die Welt im Wandel
Prof. Siegfried Russwurm Prof. Dr.-Ing. Siegfried Russwurm ist CEO des Sektors Industry und Mitglied des Vorstands der Siemens AG.

Wir stehen vor Jahrzehnten tiefgreifender Veränderungen. Länder wie die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China sind auf dem besten Weg, die Schwelle zu Industrienationen zu überschreiten: Nach Schätzung von Experten werden allein diese vier Staaten bis 2020 etwa die Hälfte des weltweiten Wirtschaftswachstums auf sich vereinen – vor allem aufgrund des Entstehens einer eigenen kaufkräftigen Mittelschicht und der Entwicklung eigener Innovationsleistungen.

Zugleich schreitet die Urbanisierung weiter rasant voran: Allein in Asien wächst die großstädtische Bevölkerung bis 2030 um über eine Milliarde Menschen. Schon vor vier Jahren nannten Entscheider von 25 Megacities in einer von Siemens unterstützten Umfrage den Verkehr mit weitem Abstand als ihr größtes Infrastrukturproblem. Was der Zuzug von weiteren Milliarden Menschen bedeuten dürfte, kann man sich leicht ausmalen: So sank etwa in Mexico City die Durchschnittsgeschwindigkeit auf den Straßen seit 1990 von 17 auf 11 km/h. „So schnell waren wir schon mal: 1910, als wir noch mit Kutschen fuhren“, sagt die Umweltministerin der Megacity, Martha Delgado, im Interview (siehe Artikel „Am wichtigsten: Mobilität, Wasser und Müll“) mit Pictures of the Future.

Und die Menschen werden immer älter: Bis 2050 erwarten die Vereinten Nationen, dass die Zahl der Über-60-Jährigen um 1,3 Milliarden Menschen gegenüber heute zunimmt. Allein in China werden es 440 Millionen sein, rund 275 Millionen mehr als 2010. Zugleich sind weltweit die Über-80-Jährigen die am schnellsten wachsende Altersgruppe: Bis 2050 wird sich ihre Zahl fast vervierfachen – von heute 100 auf etwa 400 Millionen.

Diese großen Trends sind die Themen der drei Schwerpunkte dieser Ausgabe von Pictures of the Future: der demographische Wandel (siehe Artikel „Senioren im Höhenflug“) ebenso wie die Wege zu einer nachhaltigen Mobilität (siehe Artikel Grüne Lebensadern) und die aufstrebenden Schwellenländer (siehe Artikel „Wind im Tank“).

Siemens ist für alle drei Herausforderungen bestens gerüstet. So entwickeln wir eine Vielzahl von Lösungen, die älteren Menschen ein langes, selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen und zugleich solche, mit denen typische Alterserkrankungen – von Herz-Kreislauf-Beschwerden bis zu Alzheimer – frühzeitig erkannt und dadurch auch kostengünstig und effizient behandelt werden können (siehe Artikel „Vorstoß zum Herzen“, „Im Gehirn lesen“ und „Schlaglöcher im Kopf“). Auch neue Hörgeräte (siehe Artikel „Intelligenz im Ohr“), Robotertechnologien (siehe Artikel „Digitale Butler“) Sensorik für die Telemedizin (siehe Artikel „Smartes Pflaster“) sowie Lichtsysteme (siehe Artikel „Himmel im Zimmer“), die gezielt die Aktivität von älteren Menschen anregen, und Hausgeräte (siehe Artikel „Schickes für Senioren“), die für alle Altersgruppen leicht zu bedienen sind, gehören zu unserem Portfolio.

Bei nachhaltigen Mobilitätslösungen sind wir ebenfalls auf vielen Feldern tätig: Dies reicht von Hybridbussen (siehe Artikel „Mit Bremskraft beschleunigen“) und effizienten Straßenbahnen (siehe Artikel „Prima Klima für die Bahn“) über Hochgeschwindigkeitszüge (siehe Artikel „Auf Schienen zu mehr Nachhaltigkeit“), Assistenz und Ortungssysteme (siehe Artikel „Der Kopilot im Zug“) bis zu Lösungen für eine satellitengestützte Maut (siehe Artikel „Kleines Kästchen, große Wirkung“) und Ampeln, die je nach aktuellem Verkehr möglichst eine grüne Welle schalten (siehe Artikel „Schneller ans Ziel“). Und natürlich erforschen wir auch alle Aspekte der künftigen Elektromobilität, von den hoch effizienten Motoren (siehe Artikel „Elektrisch über den Hockenheimring“) bis zu Methoden, wie die Elektroautos von morgen in wenigen Minuten mit Strom betankt werden können (siehe Artikel „Volle Ladung“).

Als Unternehmen mit über 1 600 Standorten auf allen Kontinenten – darunter allein 176 für Forschung und Entwicklung – ist Siemens zudem der ideale Partner für alle aufstrebenden Wirtschaftsnationen. In unserem globalen Netzwerk zeigt sich an vielen Stellen, wie internationale Zusammenarbeit zum Nutzen aller funktioniert.

So entstand beispielsweise ein neuer Magnetresonanz Tomograph (siehe Artikel „Vorsprung durch Kooperation“) in einer Kooperation von Entwicklern in China, Deutschland und Großbritannien. Dieses kostengünstige Gerät ist nicht nur ideal für Kliniken in Entwicklungs- und Schwellenländern, sondern auch als Zusatzgerät für Krankenhäuser in Industrienationen – es ist so erfolgreich, dass selbst während der Wirtschaftskrise die Verkaufszahlen verdoppelt werden konnten.

Ein anderes Beispiel ist ein System zur Überwachung von Deichen (siehe Artikel „Himmel im Zimmer“) mit Hilfe von Sensoren, das von Siemens-Forschern in Russland mit Know-how aus der Überwachung von industriellen Produktionsprozessen entwickelt wurde und nun in den Niederlanden getestet wird.

All dies zeigt, wie klein die Welt geworden ist – und wie groß die Chancen für Firmen, die darauf ihre Innovationen bauen, um eine nachhaltigere und auch in Zukunft lebenswerte Welt zu schaffen.