Peter Löscher, 2007
Seit 1. Juli 2007 ist Peter Löscher neuer Vorstandsvorsitzender der Siemens AG mehr
Klaus Kleinfeld, 2007
Klaus Kleinfeld war vom 27.Januar 2005 bis zum 30. Juni 2007 als Vorstandsvorsitzender des Hauses tätig. Unter seiner Führung wurde im April 2005 das unternehmensweite Programm „Fit4More“ gestartet. Im Rahmen dieses Programms wurden die vorgegebenen Zielmargen für jeden Geschäftsbereich im Frühjahr 2007 erstmals durchgängig erreicht oder übertroffen. Zudem wurden in seiner Amtszeit wichtige strategische Erweiterungen der Siemens-Geschäftsaktivitäten umgesetzt sowie das Arbeitsgebiet Information and Communications (I&C) reorientiert. Der Unternehmenswert steigerte sich seit Anfang 2005 um mehr als die Hälfte von etwa 60 auf derzeit rund 95 Mrd. EUR. Klaus Kleinfeld war insgesamt rund 20 Jahre bei Siemens tätig und formte unter anderem die Siemens-Unternehmensberatung zu einem schlagkräftigen Partner der weltweiten Geschäfte. Zudem war er Bereichsvorstand der Medizintechniksparte und trug als Chef der US-amerikanischen Regionalgesellschaft maßgeblich dazu bei, dort innerhalb von zwei Jahren den operativen Turnaround herbeizuführen. Kleinfeld begann seine berufliche Laufbahn bei einem Beratungsunternehmen in Deutschland. Bevor er zu Siemens kam, war er bei Ciba-Geigy in Basel als Produkt-Manager in der Division Pharma tätig. Klaus Kleinfeld studierte Betriebswirtschaftslehre in Göttingen. Später promovierte er an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg zum Dr. rer. pol.
Heinrich v. Pierer, 2005
Heinrich v. Pierer studierte Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg. Er kam 1969 zu Siemens und begann seine Laufbahn in der Rechtsabteilung. Im Jahr 1977 wechselte er in die damals selbständige Kraftwerk Union AG (KWU), wo er es mit Kraftwerksprojekten in aller Welt zu tun hatte. 1988 wurde er Kaufmännischer Leiter und Mitglied im KWU-Bereichsvorstand, 1989 dessen Vorsitzender und zugleich Mitglied des Vorstands der Siemens AG. Ein Jahr später wurde er in den Zentralvorstand gewählt und 1991 zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Vom 1. Oktober 1992 bis zum 27. Januar 2005 war er Vorsitzender des Vorstands. In Pierers Ära fiel der Wandel des Unternehmens von einer überwiegend auf öffentliche Kunden in regulierten Märkten ausgerichteten Kultur hin zu einem im globalen Wettbewerb stehenden Unternehmen, das sich immer mehr auch den Anforderungen der „Shareholder“ stellen musste. Unter Pierer wurden einschneidende Programme entwickelt und umgesetzt, die diesen Wandel bewirkten. Sie mündeten im „Siemens Management System“ mit den strategischen Schlüsselthemen „Innovation“, „Kundenfokus“ und „Globale Wettbewerbsfähigkeit“ und enthielten konkrete Management-Werkzeuge, die im Unternehmen weltweit verbindlich einzusetzen sind. Pierer sorgte dafür, dass das Geschäftsportfolio von Siemens permanent überprüft wird. Alle Geschäfte sollen eine global führende Marktposition einnehmen. Sofern das nicht der Fall war, galten die Alternativen „Fix, buy, cooperate, sell or close“. Hauptversammlung am 27. Januar 2005 wurde Pierer in den Aufsichtsrat gewählt, dessen Vorsitz er bis zum 25. April 2007 führte.
Karlheinz Kaske, um 1984
Karlheinz Kaske studierte Physik in Danzig und Aachen. Er kam 1950 als Entwicklungsingenieur zu Siemens. Seine erste Station war das Wernerwerk für Messtechnik in Karlsruhe. Im Jahr 1953 verließ er das Unternehmen und war bis 1960 als Dozent an der Fachschule für Bergbau in Aachen tätig. Nach seiner Rückkehr zu Siemens übernahm er Aufgaben als Vertriebsingenieur auf dem Gebiet der Energietechnik. Im Jahr 1967 wurde er zum Partnerunternehmen Fuji Denki nach Tokio abgeordnet und war dann 1968 in München Mitglied der Planungsabteilung, die zur Vorbereitung der Verschmelzung der bis dahin rechtlich selbständigen Siemens-Gesellschaften zur Siemens AG gebildet worden war. Von 1969 bis Anfang 1981 nahm Kaske wachsende Aufgaben im Unternehmensbereich Energietechnik wahr, zu dessen Leiter er 1977 ernannt wurde. Bereits 1975 war er in den Vorstand der Siemens AG aufgenommen worden. Anfang 1980 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Am 28. Januar 1981 übernahm er den Vorsitz des Vorstands und übte dieses Amt bis zum 30. September 1992 aus. Neben vielen anderen Schwerpunkten trieb Kaske im Unternehmen den technologischen Wandel von der Elektromechanik zur Elektronik voran, baute das Auslandsgeschäft weiter aus und führte am Ende seiner Amtsperiode eine zukunftsweisende Neuorganisation durch, die das gesamte Unternehmen erfasste. Die neue Aufstellung gab den operativen Einheiten des Hauses erheblich größere Eigenverantwortung. Damit wurde die Voraussetzung geschaffen, um in den 90er Jahren mit dem verschärften globalen Wettbewerb fertig zu werden. Karlheinz Kaske verstarb am 27. September 1998.
Bernhard Plettner, um 1981
Bernhard Plettner hat im Anschluss an den Besuch des humanistischen Gymnasiums in Bad Kreuznach an der Technischen Hochschule in Darmstadt Elektrotechnik studiert. Der Wunsch, seine theoretische Ausbildung durch praktische Erfahrungen abzurunden, veranlasste ihn 1937, das Studium zu unterbrechen und ein Semester als Werkstudent bei den Siemens-Schuckert-Werke in Berlin und Mülheim/Ruhr zu arbeiten. Nach Abschluss des Studiums kehrte der frischgebackene Diplom-Ingenieur 1940 in die SSW-Abteilung Industrie nach Berlin zurück. Hier war er zunächst als Projekt-Ingenieur für die Planung und den Vertrieb von Industrie- und Energieversorgungsanlagen im In- und Ausland zuständig. Nach Kriegsende wusste er seine Berufserfahrungen für den Wiederaufbau des Exportgeschäfts zu nutzen. Sechs Jahre später übernahm der erfolgreiche Siemens-Manager die Leitung der Projektierungsabteilungen für die Grundstoffindustrie, die unter anderem für den Bau des Hüttenwerks Rourkela in Indien – dem ersten großen Exportprojekt der deutschen Nachkriegsindustrie – zuständig war. 1959 wurde Bernhard Plettner in den Vorstand der Siemens-Schuckertwerke AG berufen, 1961 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und 1962 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Nach Gründung der Siemens AG war er zunächst Mitglied des Vorstandspräsidiums, dann stellvertretender und seit 1971 Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. 1981 wurde Plettner als erstes Nichtfamilienmitglied Vorsitzender des Aufsichtsrats; er behielt diese Position bis 1988. Bernhard Plettner starb am 2. November 1997 in Erlangen.
Gerd Tacke, 1970
Gerd Tacke begann seine Laufbahn bei Siemens im Jahr 1932 nachdem er zuvor ein Lehre als Buchdrucker und Buchhändler und ein Studium der Nationalökonomie absolviert hatte. In der Nachkriegszeit übernahm Tacke, der schon in Berlin zum engsten Mitarbeiterkreis von Ernst von Siemensgehört hatte, die Verantwortung für die in- und ausländische Vertriebsorganisation, die Hauptwerbeabteilung und die Zentralabteilung Personal. Im Mai 1951 wurde er zum stellvertretenden Vorstandsmitglied, 1956 zum Vorstandsmitglied beider Stammgesellschaften ernannt. Als Leiter der Zentralverwaltung Ausland unterstützte Gerd Tacke, der von seinen Vorstandskollegen gerne auch als „Außenminister des Hauses Siemens“ bezeichnet wurde, Ernst von Siemens maßgeblich bei der Wiederbelebung des Auslandsgeschäfts. Im Oktober 1967 wurde er Sprecher des Vorstandspräsidiums der Siemens AG und ein Jahr später deren erster Vorstandsvorsitzender. Nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand wählte die Hauptversammlung Tacke 1972 in den Aufsichtsrat, dem er bis 1978 angehörte. Große Verdienste erwarb sich Tacke bei der Neuorganisation der Siemens-Stammfirmen Siemens & Halske AG, Siemens-Schuckertwerke AG und Siemens-Reiniger-Werke AG zur Siemens AG Ende der 1960er Jahre. Gerd Tacke starb am 23. Oktober 1997 in München.
Klaus Kleinfeld
Heinrich v. Pierer
Karlheinz Kaske
Bernhard Plettner
Gerd Tacke