Hans Joachim Dominik, undatiert
Im Jahr 1900 trat der Ingenieur und Wissenschaftler Hans Dominik bei Siemens & Halske in die "Abteilung für Beleuchtung und Kraft" ein. Nach einer grundlegenden Arbeit über die Elektrifizierung im Bergbau für die Pariser Weltausstellung wurde ihm die Führung des Literarischen Büros übertragen, die er etwa ein Jahr lang inne hatte. Seit 1917 beschäftigte sich Dominik mit Ingenieurarbeiten auf dem Gebiet der Telegrafie. Darüber hinaus war er als Schriftsteller tätig und brachte ab 1922 eine Reihe von technisch-utopischen Romanen auf den Markt. Zu den bedeutendsten Werken Dominiks, der auch als "deutscher Jules Verne" bezeichnet wurde, gehören die Romane "Die Macht der Drei" (1922), "Die Spur des Dschingis-Khan" (1923), "Der Brand der Cheopspyramide" (1926), "Befehl aus dem Dunkel" (1933), "Der Wettflug der Nationen" (1934), "Atomgewicht 500" (1935), "Himmelskraft" (1937), "Treibstoff SR" (1940) sowie seine Lebenserinnerungen "Vom Schraubstock zum Schreibtisch" (1942).
Hans Domizlaff, in Spanien 1930
Nach einem Studium der Malerei wandte sich Hans Domizlaff zunächst der bildenden und darstellenden Kunst zu, bevor er 1920 erste Arbeiten als Gebrauchsgrafiker anfertigte. In den darauffolgenden Jahren übernahm er die Werbeberatung für verschiedene Firmen, darunter ab 1933 auch für Siemens. Zwei Jahre später wurde ihm von Siemens die Leitung der neu eingerichteten Hauptwerbeabteilung (HWA) übertragen. Domizlaff konzipierte für das Unternehmen einen neuen, einheitlichen Firmenstil unter der Prämisse, dass eine Marke nur dann einen soliden, dauerhaften werblichen Erfolg haben kann, wenn es gelingt, sie als Symbol für ein gerechtfertigtes Vertrauen in seriöse Leistungen zu etablieren. Er kreierte für Siemens u. a. die Staubsaugermarke Rapid, das Kammermusikgerät, eine Art von Tastentelefon sowie für die Deutsche Grammophon das Wort- und Bildzeichen. 1954 richtete er das Institut für Markentechnik in Hamburg ein, das bis zu seinem Tod im Jahr 1971 bestand.
Hans Hertlein, 1927
Hans Hertlein trat 1912 in die Bauabteilung der Siemens-Werke ein und übernahm 1915 als Nachfolger des früheren Baudirektors Karl Janisch deren Leitung. Nachdem er zunächst die von Janisch vorgegebenen Planungsgedanken weiter ausgebaut hatte, entwickelte er Ende der 1920er Jahre seinen eigenen charakteristischen Baustil. Bis 1951 entstanden unter Hertlein architektonisch und künstlerisch bedeutende Industrieobjekte und Bauwerke, die im In- und Ausland viel Anerkennung fanden: darunter in Berlin-Siemensstadt das Wernerwerk M mit Turm, das Blockwerk II, das Schaltwerk-Hochhaus, die Wohnsiedlung am Rohrdamm, die evangelische und katholische Kirche sowie das Verwaltungsgebäude des VDE in der Bismarckstraße. 1931 verlieh ihm die Technische Hochschule Hannover die Würde eines Dr.-Ing. E.h. 1946 wurde er von der Technischen Universität Berlin zum ordentlichen Professor berufen.
Karl Janisch, undatiert
Nach einer Tätigkeit beim Hoch- und Untergrundbahnbüro von Siemens & Halske wurde dem Regierungsbaumeister Karl Janisch im Jahr 1902 die Leitung der Siemens-Bauabteilung übertragen. Janisch war bis 1914 sowohl in architektonischer als auch in städtebaulicher Hinsicht an der Errichtung des Berliner Stadtteils Siemensstadt maßgebend beteiligt. Die Konzeption dieses Stadtteils mit seinen Industrie- und Wohnbauten, den kommunalen und sozialen Anlagen sowie der gesamten Infrastruktur kann als sein Lebenswerk angesehen werden, für das ihm im Jahr 1913 der Titel Königlicher Baurat verliehen wurde. Darüber hinaus konstruierte Janisch 1910 auf Wunsch von Wilhelm von Siemens die Siemens-Schuckert-Luftschiffhalle in Biesdorf bei Berlin, die je nach Windrichtung um die eigene Achse gedreht werden konnte, um das Einparken zu erleichtern und das Luftschiff vor Beschädigung zu schützen.