Noch im 19. Jahrhundert prägte die Vorstellung, dass eine hohe Produktqualität wie von selbst für entsprechende Nachfrage sorge, die Absatzstrategien zahlreicher Industrieunternehmen. Nach der Devise "Werbung durch Leistung" lehnte auch Werner von Siemens jegliche Form der Reklame als unseriös ab. Der optischen Geschlossenheit des Erscheinungsbilds von Siemens & Halske maß er ebenfalls keinerlei Bedeutung zu. Erst einige Jahre nach seinem Tod wurde das erste Warenzeichen des Unternehmens entwickelt. mehr
Das alljährliche Treffen der Radiologischen Gesellschaft Nordamerikas – kurz RSNA (Radiological Society of North America) – ist der weltweit größte Kongress für Radiologie. Er findet seit Jahrzehnten in Chicago statt und ist für viele medizinische Fachrichtungen das zentrale Ereignis, um sich über die neuesten Trends und Methoden in der Bildgebung und Therapie zu informieren. Das erste Treffen wird Ende 1915 in einem Chicagoer Hotel organisiert. Während zunächst der fachliche Austausch der Mitglieder im Vordergrund steht, beginnen einzelne Firmen Mitte der 1930er Jahre, ihre Produkte auf dem RSNA vorzustellen. Unter ihnen auch der Medizintechnik-Bereich von Siemens, der 1936 erstmals seine Neuheiten aus dem Gebiet der Bildgebung ausstellt. mehr
Wer hätte das gedacht: 1986 stellte der damalige Vorstandsvorsitzende der Siemens AG Karlheinz Kaske in einem Gespräch mit dem "Spiegel" klar: "Eines können Sie sicher sein, wir werden nie eine Automobilfirma kaufen." Ob er dabei im Hinterkopf hatte, dass Siemens schon einmal eine Automobilfirma übernommen und das Geschäft nach einem Vierteljahrhundert wieder aufgegeben hatte? Wir wissen es nicht … aber eins ist sicher: Siemens hat zumindest eine kleine Duftmarke in der Geschichte des Automobils hinterlassen: den "Protos". mehr
Das Siemens Historical Institute hat in Kooperation mit Campfire Media ein Hörspiel über die Verlegung des Transatlantik-Kabels durch die Siemens-Brüder Werner, William und Carl produziert. Im Mittelpunkt der spannenden Abenteuer- und Pioniergeschichte stehen die Ereignisse während der Kabelverlegung 1874/75: Der Hörer befindet sich an Bord des Kabeldampfers Faraday und erlebt live, was geschieht. mehr
Musikfreunden ist die Deutsche Grammophon Gesellschaft (DGG) seit jeher ein Begriff. Die technisch gute Qualität und vor allem die unter Vertrag stehenden bekannten Interpreten aus Klassik und Schlagerfach machten die Schallplatten bei den Kunden außerordentlich beliebt. Dennoch brachte die Weltwirtschaftskrise das Unternehmen, das in den 1920er Jahren unangefochtener Marktführer war, an den Rand des Zusammenbruchs. Von einem Konsortium, dem indirekt auch Siemens angehörte, wurde die traditionsreiche DGG gestützt und nach Umwandlung in eine GmbH 1937 wieder konkurrenzfähig gemacht. mehr
Am 8. April 2013 ist es wieder soweit: In Hannover startet die größte Industriemesse der Welt. Die Aufbauarbeiten am Siemens-Hauptstand in Halle 9 sind in vollem Gange. Bereits seit 1947 zählt das Unternehmen zu den Ausstellern der anfangs als „Exportmesse“ bezeichneten Veranstaltung. Hier erfahren Sie, wie sich der Siemens-Messeauftritt in den vergangenen 66 Jahren verändert hat. mehr
Bis 1903 war die Elektrizitäts-Aktiengesellschaft vorm. Schuckert & Co., Nürnberg (EAG) einer der bedeutendsten Konkurrenten der Siemens & Halske AG (S&H). Im Verlauf der 1880er und 1890er Jahre erschloss sich das Unternehmen vor allem den süddeutschen Markt. Nicht selten wurde die EAG von der öffentlichen Hand gegenüber S&H bevorzugt und erhielt den Zuschlag für lukrative Aufträge. Damals konnte niemand ahnen, dass die beiden Wettbewerber einmal fusionieren würden. mehr
Am 23. Januar 2013 war es wieder soweit: In der Münchener Olympiahalle fand die ordentliche Hauptversammlung der Siemens AG statt. Dies haben wir zum Anlass genommen, eine Bildergalerie zusammenzustellen, die zeigt, wie sich die alljährliche Versammlung der Siemens-Aktionäre ab den 1950er Jahren verändert hat. mehr
Ende des 19. Jahrhunderts beschäftigte Siemens weltweit 6500 Personen und setzte fast 20 Millionen Mark um. Um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben und in zukünftige Technologien investieren zu können, wurde das als offene Handelsgesellschaft gegründete Unternehmen im Sommer 1897 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. mehr
Restrukturierung – für die einen ein "Unwort", die anderen der Heilsbringer schlechthin, manchmal aber einfach notwendig: 1932 stand die Medizintechnik des Siemens-Konzerns mit dem Rücken zur Wand. Jährlich größer werdende Verluste nach der Weltwirtschaftskrise von 1929 setzten den Verantwortlichen immer mehr zu und zwangen zum Handeln. Am Ende mit Erfolg: Die aus der Not geborenen Siemens-Reiniger-Werke waren 1939 auf vielen Gebieten Weltmarktführer. mehr
In Zeiten von E-Mail, SMS und Twitter ist es kaum vorstellbar, dass die schnelle und zuverlässige Übertragung von Nachrichten einmal eine der zentralen Fragen des 19. Jahrhunderts war. Werner von Siemens erkannte diese Herausforderung und konzentrierte seine physikalischen Versuche und Studien ab Mitte der 1840er Jahre auf die elektrische Telegraphie. Mit Erfolg: Seit über 160 Jahren steht der Name Siemens für innovative Produkte und Lösungen. mehr
Der mehrfach ausgezeichnete Siemens-Unternehmensfilm "Impuls unserer Zeit" feierte am 16. Oktober 1959 im Film-Casino München Premiere. mehr
90 Jahre nachdem sich Siemens an Osram beteiligt hat, zählt der Lichtquellenhersteller zu den traditionsreichsten Marken weltweit. Heute gilt das Unternehmen rund um den Globus als Inbegriff von Licht. Was sich in der seit 1920 unter maßgeblicher Beteiligung von Siemens geführten Osram-Gesellschaft alles getan hat, können Sie in diesem Beitrag nachlesen. mehr
Wie viele Pionierunternehmer der deutschen Industrialisierung prägte Werner von Siemens über Jahrzehnte nicht nur Image und Identität seiner Firma, sondern auch Inhalt und Form der Unternehmenskommunikation. Nach dem Tod des Firmengründers (1892) und bedingt durch eine zunehmende Verbreiterung des Produktspektrums drohte das klare Profil von Siemens & Halske zu verwischen. Als Reaktion etablierte die Unternehmensleitung zu Beginn des 20. Jahrhunderts erstmals Organisationseinheiten, die sich systematisch mit der Öffentlichkeitsarbeit und Marktkommunikation befassten. mehr
Ende des 19. Jahrhunderts war Budapest die bedeutendste europäische Stadt östlich von Wien. Aufgrund der zentralistischen Organisation des Landes konzentrierten sich wirtschaftliche Entwicklung und industrielle Revolution weitgehend auf die ungarische Hauptstadt. Seitens der Kommune wurden im Vorfeld der 1896 stattfindenden „Milleniumsausstellung“ zahlreiche Großprojekte in Angriff genommen – darunter auch die erste, von Siemens & Halske errichtete elektrische U-Bahn auf dem europäischen Kontinent.mehr
Vor über 50 Jahren führte Siemens die Mikroelektronik in der Automatisierungstechnik ein. Kleine Transistoren steuerten plötzlich riesige Dampfturbinensätze. Dies war der Startpunkt für die elektronische Industrieautomatisierung.mehr
Begeistert von den Anwendungsmöglichkeiten des von ihm im Jahr zuvor entdeckten dynamo-elektrischen Prinzips äußerte Werner von Siemens bereits 1867 die Idee, „Eisenbahnen auf eisernen Säulen durch die Strassen Berlins zu bauen und dieselben elektrisch zu betreiben“. Über ein Jahrzehnt später räumte der Elektropionier ein, dass ihm diese Vision zunächst kaum realisierbar erschien. Und tatsächlich sollten mehrere Jahrzehnte vergehen, bis im Februar 1902 in Berlin die erste Hoch- und Untergrundbahn Deutschlands feierlich in Betrieb genommen werden konnte.mehr
Die Olympischen Sommerspiele 1972 (26. August bis 11. September) sind jedermann wegen des Attentats auf die israelischen Athleten im Gedächtnis. Weniger präsent ist, dass die im Vorfeld als "heiteren Spiele von München" bezeichneten Spiele mit ca. 9000 Athleten aus aller Welt eine Rekordbeteiligung verbuchen konnten. Und auch die Herausforderung, mittels innovativer Technologien einen reibungslosen Ablauf der insgesamt 196 Wettkämpfe an 31 Schauplätzen sicherzustellen, sollte zu neuen, "olympischen" Höchstleistungen führen. Für Siemens war die Olympiade deshalb ein hervorragende Gelegenheit, seine Kompetenz im Infrastrukturbereich vor einem internationalen Publikum unter Beweis zu stellen. mehr
1983 erklärt die Führungsspitze des Elektro- und Elektronikkonzerns die Entwicklung und Fertigung von Megabit-Speicherchips zum strategischen Unternehmensziel – bis 1989 soll der Rückstand zu den damals führenden japanischen Herstellern aufgeholt werden. Zu diesem Zweck kooperiert Siemens mit niederländischen und japanischen Partnern. Ende 1987 gehen in Regensburg die ersten 1-Mbit-DRAM-Chips in Serie. Im Sommer des darauffolgenden Jahres liefert Siemens als einer der ersten Hersteller am Weltmarkt Kundenmuster eines 4-Mbit-DRAM-Bausteins aus – der technologische Anschluss an die Weltspitzengruppe der Halbleiterhersteller ist gelungen. mehr
Anfang der 1870er Jahre existierten drei Kabelverbindungen zwischen der Alten und der Neuen Welt. Alle diese Transatlantik-Kabel waren im Besitz der Anglo American Telegraph Company. Ihr Hauptaktionär, der Brite John Pender, verteidigte das Monopol eisern. Um diese Vormachtstellung zu brechen, beschlossen vor allem amerikanische Geschäftsleute und Persönlichkeiten, eine weitere Nachrichtenverbindung zu installieren. Die Einzigen, denen man eine derartige Aufgabe zutraute, waren die Siemens-Brüder. Und diese stellten sich der Herausforderung. mehr
Der Bundespräsident zitierte Goethe und der Chef der Bahn war begeistert: Nach der offiziellen Startfreigabe Ende Mai im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe begann am 2. Juni 1991 um 5.53 Uhr der Regelverkehr für das neue Flaggschiff der Deutschen Bahn. Mit Hilfe von Siemens. mehr
Energie über Entfernungen von mehreren hundert Kilometern wirtschaftlich zu transportieren, war und ist eine der zentralen Herausforderung der Elektrotechnik. Für besonders weite Strecken ist die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung seit den 1970er Jahren eine sehr wirtschaftliche Variante. Siemens baute im südlichen Afrika vor 40 Jahren eine der ersten Großanlagen. mehr
Vor 130 Jahren – am 16. Mai 1881 – nahm Siemens & Halske in dem Berliner Vorort Groß-Lichterfelde die erste elektrische Straßenbahn der Welt in Betrieb. Die 2,5 Kilometer lange Strecke verband die Station Lichterfelde der Anhaltinischen Bahn (heute: Bahnhof Berlin Lichterfelde Ost), mit der Kadettenanstalt in der Zehlendorfer Straße (heute: Finckensteinallee). Allein in den ersten drei Monaten beförderte die Bahn 12.000 Fahrgäste. mehr
Für großes Staunen sorgte am 29. April 1882 ein offener Jagdwagen in Halensee bei Berlin. Das Gefährt bewegte sich vorwärts, ohne – wie damals üblich – von Pferden gezogen zu werden oder auf Gleisen zu fahren. Aufmerksame Beobachter konnten vielmehr eine Kabelverbindung zu einer elektrischen Oberleitung erkennen, die das Fahrzeug in Bewegung versetzte. Dieser erste Oberleitungsbus der Welt sollte den Grundstein für eine völlig neue Art der motorisierten Fortbewegung legen. mehr
Mehrere Tage brauchten im 19. Jahrhundert wichtige politische und geschäftliche Nachrichten von der damaligen Großmacht England bis in ihre wichtigste Kolonie Indien. Die erste Depeche von Kalkutta nach London in "nur" 28 Minuten war deshalb zur damaligen Zeit eine Weltsensation. Die 11.000 Kilometer lange Strecke wurde zu einem der bedeutendsten "Leuchtturmprojekte" der noch jungen Firma Siemens & Halske und begründete ihren Weltruhm. mehr
Im Herbst 1877 initiiert Heinrich von Stephan die ersten Fernsprechversuche in Deutschland. Voller Begeisterung für die Möglichkeit, in Echtzeit zu kommunizieren, beauftragt der damalige Generalpostmeister des Deutschen Reiches Werner von Siemens, das Telefonsystem des Amerikaners Alexander Graham Bell weiterzuentwickeln. Noch im November veranlasst Stephan in Friedrichsberg bei Berlin (Berlin-Lichtenberg) die Eröffnung des ersten Telegrafenamts mit Fernsprechbetrieb. Keine vier Jahre später sollte das erste Fernsprechamt folgen, das ausschließlich der Vermittlung von Telefongesprächen diente. mehr
Nur drei Monate nach Entdeckung der "X-Strahlen" durch Wilhelm Conrad Röntgen wurden die Röntgenröhren durch Siemens & Halske entscheidend verbessert. Dank der Weiterentwicklung konnte das Vakuum und der damit verbundene Gasdruck im Inneren einer Röhre reguliert werden. Damit war es möglich, den Luftdruck bereits während der Röntgenaufnahme auf die Höhe einzustellen, bei der sich die intensivste Bestrahlung und die schärfsten Bilder ergaben. mehr
Im Herbst 1866 befasste sich Werner von Siemens verstärkt mit der Fragestellung, wie man die damals existierenden rotierenden Stromerzeuger verbessern könnte. Als Stromquellen waren zu jener Zeit nur elektrochemische Batterien sowie einfache rotierende Stromerzeuger gebräuchlich, deren Leistungsfähigkeit jedoch einzig für die Zwecke der Telegraphie und kleiner Anwendungen im Bereich der Galvanik ausreichte. mehr
Ein echter Vordenker der Elektromedizin war der schwedische Siemens-Ingenieur Rune Elmqvist. Zusammen mit dem Arzt Ake Senning gilt er als Pionier des vollständig in den menschlichen Körper eingebetteten Herzschrittmachers; vor über 50 Jahren wurde das dieser Geräte implantiert. Während die Energie der ersten Herzschrittmacher bereits nach wenigen Stunden erschöpft war, erreichen heutige Geräte im Schnitt eine Lebensdauer von acht bis zehn Jahren. mehr
Heute erklimmen wir ganz selbstverständlich die einzelnen Stockwerke hoher Gebäude per Fahrstuhl. Doch das war nicht immer so; lange Zeit musste man Treppe für Treppe nach oben steigen. Sicher einer der Gründe, weshalb die Ära der Wolkenkratzer erst Ende des 19. Jahrhunderts begann. mehr
Nicht erst seit dem Spielfilmdrama des Regisseurs Florian Gallenberger ist John Rabe, in der Verfilmung verkörpert durch Ulrich Tukur, einer breiteren Öffentlichkeit ein Begriff. Mit der Herausgabe der erschütternden Tagebücher von John Rabe stieß der Diplomat und Schriftsteller Erwin Wickert 1997 die Diskussion über den "guten Deutschen von Nanjing" an, dessen humanitärer Einsatz für die chinesische Zivilbevölkerung während des grausam geführten zweiten japanisch-chinesisch Krieges 1937/38 in Vergessenheit zu geraten drohte. mehr
Vor 100 Jahren wurde der bedeutende deutsche Physiker und Siemens-Forscher Heinrich Welker geboren. Durch seine Entdeckung der halbleitenden III/V-Verbindungen aus Elementen der 3. und 5. Gruppe des Periodensystems wie z. B. Gallium-Arsenid wurde er zu einem der Wegbereiter der Halbleitertechnik. mehr
Frauen im Management, gestern wie heute ein hochaktuelles Thema: Unter den insgesamt 190 Vorstandsmitgliedern der DAX-Konzerne finden sich nur sieben Frauen. Auch im mittleren Management sind Frauen unterrepräsentiert, nur 20 Prozent aller Teamleiter in Deutschland sind weiblich. Angesichts dieser Zahlen ist die Karriere von Dr. Marie Busch, die vor knapp 100 Jahren bei einem Vorgängerunternehmen des heutigen Sektors Healthcare ins Berufsleben startete und nach über 40 Jahren als geachtetes Mitglied der Geschäftsführung in den Ruhestand ging, umso erstaunlicher. Wir nehmen den Internationalen Weltfrauentag zum Anlass, das Leben einer der ersten weiblichen Siemens-Führungskräfte nachzuzeichnen. mehr
1847 gründete der damals 33-jährige Mechaniker Johann Georg Halske gemeinsam mit Werner von Siemens das nach ihnen benannte Unternehmen. Wer war dieser Mann, der verglichen mit seinem weltberühmten Partner eher im Hintergrund stand? mehr
Der Vorstandsvorsitzende von Siemens ist qua Funktion ein wichtiger Mensch. Er konferiert mit Politikern, trifft Entscheidungen über Strategie und Wohl und Wehe seines Unternehmens. Dafür wird er geschätzt und manches Mal auch geehrt. Dem ersten "Chef" von Siemens ging es ähnlich: umso erfolgreicher die Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske wurde, umso aner- und bekannter wurde Werner Siemens in der preußischen Gesellschaft. Einer der Höhepunkte der gesellschaftlichen Annerkennung: seine Erhebung in den Adelsstand durch den Deutschen Kaiser. mehr
Die heutige Siemens AG wurde im Oktober 1847 als "Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske" gegründet. Mit seinen Erfindungen hat der am 13. Dezember 1816 geborene visionäre Unternehmer Werner von Siemens den Aufstieg Deutschlands vom rückständigen Agrarland zu einer der weltweit führenden Industrienationen entscheidend gefördert. Sein Pioniergeist prägt noch heute die Unternehmenskultur von Siemens. mehr
Wollte man eine Rangfolge der Bekanntheit unter den Siemens-Brüdern aufstellen, so läge Werner von Siemens sicher mit großem Abstand unangefochten an der Spitze. Nicht ganz so bekannt, aber dem eingeweihten Publikum durchaus ein Begriff, wären wohl seine jüngeren Brüder Wilhelm (William) Siemens und Carl. Friedrich August Siemens kennen jedoch die wenigsten. Obwohl er auf seinem Fachgebiet zu den erfolgreichsten Erfindern und Unternehmern seiner Zeit gehört. mehr
Die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (GUG) veranstaltet alljährlich ein wissenschaftliches Symposium, mit dem sie der historischen Forschung Impulse gibt und Raum bietet, aktuelle wissenschaftliche Themen zu diskutieren. Dieses Jahr standen "Einwandererunternehmer" im Mittelpunkt der Veranstaltung – also Unternehmer, die nicht in dem Land aufgewachsen sind und sozialisiert wurden, in dem sie später beruflich tätig waren. Carl von Siemens ist ein solcher Unternehmer: In Deutschland aufgewachsen war der jüngste Bruder Werner von Siemens' über Jahrzehnte erfolgreich in Russland und England tätig. Mit seinem Engagement als Geschäftsführer, eigenverantwortlicher Unternehmer und Leiter herausfordernder Großprojekte hat er maßgeblich an der Entwicklung von Siemens & Halske zum "Weltgeschäft à la Fugger" mitgewirkt. mehr
Noch bevor Werner von Siemens 1847 die "Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske" in Berlin gründete, begann er mit der Vermarktung seiner Erfindungen in Großbritannien. Bereits 1843 entsandte er seinen Bruder Wilhelm (ab 1859 William) nach London mit dem Auftrag, dort sein preußisches Patent auf ein Verfahren zur galvanischen Vergoldung schützen zu lassen. Ein Jahr später, 1844, ließ sich Wilhelm als "Civil-Ingenieur" dauerhaft in London nieder und eröffnete am 16. März 1850 eine Vertriebsagentur von Siemens & Halske. mehr
Seit ihrer Gründung im Oktober 1847 war die "Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske" in Berlin an zwei großen Standorten ansässig. Ab den 1880er Jahren führte das stürmische Wachstum des Elektrounternehmens zunächst in der Markgrafenstraße und später auch in Charlottenburg zu äußerst beengten Produktionsverhältnissen; die Standortfrage musste im Interesse einer ausbaufähigen Gesamtlösung geklärt werden. Ende der 1890er Jahre begann man, rund um die im Norden Berlins gelegenen Nonnenwiesen, ausgedehnte Produktionsanlagen zu errichten; ab Herbst 1904 kamen erste Wohnsiedlungen hinzu. Innerhalb von 15 Jahren entstand ein ganzer Stadtteil, der am 1. Januar 1914 offiziell den Namen "Siemensstadt" erhielt. mehr
Siemens Canada Limited wurde am 29. August 1912 in Montreal gegründet und feiert dieses Jahr offiziell seinen 100. Geburtstag. Die Wurzeln des Unternehmens reichen jedoch bis zur Geburt der kanadischen Nation zurück. mehr
Am 1. August feiert Siemens sein 125-jähriges Bestehen in Japan. Damit kann Siemens sogar auf eine längere Geschichte im Land zurückblicken als viele japanische Unternehmen. Für Japan war es eine Zeit beispiellosen Wachstums und Fortschritts, in der das Land aber auch verlustreiche Tragödien wie das große Kanto-Erdbeben, die zwei Weltkriege und das große Ostjapan-Beben durchleben musste. mehr
1925 beauftragt der Irische Freistaat die Siemens-Schuckertwerke mit der Elektrifizierung des Landes. Herzstück der Wasserkraftanlage am Shannon ist das Kraftwerk Ardnacrusha im Südwesten Irlands. Der Auftrag zur Errichtung des Laufwasser-Drehstrom-Kraftwerks ist der größte Auslandsauftrag, den ein deutsches Unternehmen seit der Bagdad-Bahn (Baubeginn 1903) erhalten hatte. Nach knapp vierjähriger Bauzeit wird die Anlage am 22. Juli 1929 in Anwesenheit von William Thomas Cosgrave, Präsident des Exekutivrats des irischen Freistaats, offiziell eingeweiht. Mit dem Großprojekt stellt Siemens seine internationale Wettbewerbsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis. mehr
Das Jahr 2012 ist für den Produktions- und Entwicklungsstandort Kemnath ein ganz Besonderes: Am 25. Mai feiert das Healthcare-Werk in der Oberpfalz sein 50-jähriges Bestehen. Voller Stolz blickt der heutige Standortleiter Alfred Koch in einem Interview auf die Geschichte des Standorts zurück: "Vor einem halben Jahrhundert begannen einige Pioniere, den Siemens-Standort Kemnath aufzubauen. Wer hätte gedacht, dass sich der Standort zum globalen Kompetenzzentrum für Mechatronik entwickelt.". mehr
Mit der rasanten Expansion der Energie- wie der Nachrichtentechnik entsprach das 1898 westlich des Stichkanals an der Berliner Spree errichtete "Kabelwerk Westend" schon nach kurzer Zeit nicht mehr den räumlichen Anforderungen. Entsprechend wurde Anfang der 1910er Jahre mit den Planungen für einen Neubau begonnen. mehr
Im Jahr 1998 wurde die Übernahme des fossilen Kraftwerksgeschäfts der Westinghouse Corporation durch die Siemens AG vollzogen. Zu diesem Zeitpunkt konnten beide Elektrounternehmen auf eine lange und erfolgreiche Geschichte der Zusammenarbeit zurückblicken. Der erste Patent- und Erfahrungsaustausch-Vertrag wurde bereits im Herbst 1924 geschlossen. mehr
"Mit China werden wir wohl bald in Gang kommen. Der hiesige Gesandte hat nach China berichtet und in Folge dessen hat die Chin. Verwaltung […] den Wunsch ausgedrückt, Lichtmaschinen von uns zu beziehen." – mit diesen Zeilen an seinen Bruder Carl kommentierte Werner von Siemens 1879 den Beginn der Beziehungen zu China. Bereits sieben Jahre zuvor hatte Siemens erstmals Zeigertelegrafen geliefert. Allen politisch bedingten Auf und Abs zum Trotz gelang es, auf dieser Basis eine Partnerschaft zu entwickeln, die das Unternehmen mit dem riesigen Land im Südosten seit mittlerweile über 130 Jahren verbindet. mehr
Für jede Art von Geschäftstätigkeit sind "Leuchtturmprojekte" von zentraler Bedeutung – und das nicht nur heute, sondern bereits zu Zeiten der Brüder Siemens. Ein solches Leuchtturmprojekt war die dauerhafte elektrische Beleuchtung des Winterpalais in St. Petersburg durch Werner von Siemens' Bruder Carl. Der erfolgreiche Abschluss des Projekts brachte Siemens den Durchbruch als Anbieter von elektrischer Beleuchtung in Russland. mehr
Siemens ist seit 115 Jahren in Spanien tätig und hält dort führende Positionen in den Industry-, Energy- und Healthcare-Sectors. Zu den wichtigsten Werken in Spanien zählt die Fabrik in Cornellá bei Barcelona, die seit 100 Jahren zu dem deutschen Traditionskonzern gehört. mehr
In Zeiten weltweiter Finanzkrisen und wirtschaftlicher Schwierigkeiten zeigen Beispiele aus dem Hause Siemens, dass weitsichtiges Management und motivierte Belegschaften bereits seit Jahrzehnten Schlüsselfaktoren für den Unternehmenserfolg sind. Eines dieser Beispiele ist das Röntgenröhrenwerk der Siemens AG in Rudolstadt. Eine Dissertation hat die turbulenten Anfangszeiten des Werkes jetzt genauer untersucht. mehr
Auf der Titelseite der ersten "Siemens-Nachrichten" aus dem Jahr 1900 führt die Firma A. Zachariou die Liste der Auslandsvertreter an. Im Februar des Jahres hatte Siemens & Halske ein General-Vertretungsabkommen mit dem in Piräus ansässigen Unternehmen geschlossen. mehr
Carl von Siemens, der jüngere Bruder des Firmengründers, trug maßgeblich dazu bei, dass Siemens & Halske bereits in der Gründungsphase international expandierte. mehr
Zwischen Ende März und Mitte November 1909 errichtete die Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft (AEG) auf dem Areal ihrer Turbinenfabrik in Berlin-Moabit eine neue Montagehalle, die nunmehr seit 100 Jahren für Schlagzeilen sorgt. mehr
Bei der Siemens AG hat der Umweltschutz eine lange Tradition und ist integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Mit der offiziellen Einrichtung eines zentralen Umweltschutzreferats vor 40 Jahren erkannte Siemens den Umweltschutz als eines der Zukunftsthemen an. mehr
Das Gesundheitswesen gehört seit jeher zu den klassischen Bereichen betrieblicher Sozialpolitik. Schon früh hatte man bei Siemens erkannt, daß eine zielgerichtete Gesundheitspolitik eine dem Unternehmenszweck dienende prophylaktische Wirkung besaß. Letztlich ließen sich dadurch Arbeitsausfälle spürbar verringern. Noch vor dem Einsetzen einer staatlichen Gesundheitspolitik hat Werner von Siemens ein betriebliches Arztwesen in seinem Unternehmen etabliert. mehr
Über Jahrzehnte sah Werner von Siemens keine Notwendigkeit, Lehrlinge auszubilden. Noch 1885 äußerte er: "Ich halte es nicht für zweckmäßig, daß große Fabriken sich mit der eigentlichen Lehrlingsausbildung prinzipiell beschäftigen, ich […] habe es daher in meiner Fabrik verboten." Mit dieser Meinung war von Siemens nicht allein; zahlreiche Firmenvertreter standen der Qualität einer Handwerkerausbildung in einer großen, auf Serienproduktion und Akkordlohn ausgerichteten Fabrik skeptisch gegenüber. Interessenten wurde empfohlen, ihre Söhne besser "in einer kleineren Mechaniker-Werkstatt" in die Lehre zu schicken, wo sie "schneller, und in der Regel auch wohl besser ausgebildet werden". Diese Haltung änderte sich jedoch bald. mehr
Die Siemens AG bietet ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bereits seit 1969 die Möglichkeit, Aktien zu Vorzugskonditionen zu erwerben. Mit der Ausgabe von Belegschaftsaktien erkennt das Unternehmen den Anteil seiner Beschäftigten am wirtschaftlichen Erfolg an und fördert gleichzeitig deren Identifikation mit den Unternehmenszielen. mehr