Erste elektrische Eisenbahn von S&H auf der Allrussischen Industrie- und Kunstausstellung in Moskau, 1882
Auf der Berliner Gewerbeausstellung im Jahr 1879 präsentiert Werner von Siemens die erste elektrische Eisenbahn mit Stromzuführung über die Schienen. Sie zieht auf einer 300 Meter langen Kreisbahn drei kleine Vorführwagen durch den Ausstellungspark. Ihre Geschwindigkeit beträgt 7 km/h.
Erster von Siemens gebauter Oberleitungsbus Elektromote, 1882
1881 wurde auf Veranlassung Werner von Siemens’ in Berlin-Halensee eine Teststrecke für schienenlosen Omnibusverkehr eingerichtet. Bereits ein Jahr später präsentierte Siemens & Halske die „Elektromote“, einen elektrisch betriebenen Oberleitungsbus. Da sich die Forschung in den folgenden Jahren auf die Weiterentwicklung des Schienenverkehrs konzentrierte, wurde der erste „O-Bus“ erst 1901 von Siemens in Betrieb genommen.
Unterpflasterbahn Budapest, 1896
1896 stellt Siemens nach nur zweijähriger Bauzeit in Budapest die erste Unterpflaster-Bahn des europäischen Kontinents fertig. Die Strecke von 3,75 km führt vom Stadtkern am Donauufer zu einem als Ausflugsort beliebten Stadtwäldchen. Im ersten Jahr befördert die Bahn über vier Millionen Fahrgäste, mehr als jede andere Bahn zuvor.
Schnellbahnwagen Marienfelde-Zossen, 1903
1899 schließen sich Siemens, die AEG und weitere Firmen zusammen, um den Schnellbahnbetrieb zu verbessern. Im Jahr 1903 erreicht ein Drehstrom-Triebwagen von Siemens auf der Versuchsstrecke Marienfelde-Zossen bei Berlin die sensationelle Höchstgeschwindigkeit von rund 210 km/h.
Potsdamer Platz, 1926
Im Jahr 1924 nimmt Siemens auf dem Potsdamer Platz in Berlin in einem Verkehrsturm die erste automatische Ampelschaltung Deutschlands in Betrieb - die drei nebeneinander liegenden Signallampen leuchten in Rot, Gelb und Grün.
Rangierbahnhof Maschen, Luftbild
Computer aller Größenordnungen tragen zur Zugsicherung und zur Automatisierung des Bahnbetriebs bei. Der größte deutsche Rangierbahnhof, vollautomatisiert und rechnergesteuert, wird 1977 in Maschen bei Hamburg in Betrieb genommen. Die signaltechnischen Einrichtungen und Steuer-Rechner stammen von Siemens.
Hochbahn Dortmund
An der Entwicklung der H-Bahn - wegen ihrer hängenden Kabinen so genannt - arbeitet man seit den siebziger Jahren. Eine öffentliche Demonstrationsanlage wird in Dortmund als Zubringerbahn zur Universität von Siemens erstellt. Die Inbetriebnahme dieser ersten Linie in Dortmund erfolgt 1984.
ICE auf der Strecke Köln-Frankfurt/Main
Siemens übernimmt 1985 unter Projektleitung der Deutschen Bundesbahn die Federführung für Elektrotechnik und Elektronik der Triebköpfe beim ICE. 1996 geht die zweite Generation in Betrieb, die sich durch noch mehr Flexibilität auszeichnet. Der ICE 3 erweitert den Radius auf ganz Europa, da er auf die vier unterschiedlichen Netzspannungen ausgelegt ist.
Heizbarer Katalysator, Ausschnitt des erwärmten Heizkörpers
Der heizbare Katalysator reduziert in der Startphase drastisch den Schadstoffausstoß des Automobils. Für Dieselmotoren stellt Siemens 1995 einen speziellen Katalysator vor, der den umweltbelastenden Stickoxidgehalt des Abgases um bis zu 95 Prozent verringert.
Rollführungs- und Bodenüberwachungssystem auf dem Flughafen Oslo
Auf dem Flughafen in Oslo setzt Siemens das weltweit erste integrierte Rollführungs- und Bodenüberwachungssystem ein. Bei diesem System übernehmen anstelle von "Follow Me"-Wagen computergesteuerte Lichtsignale in Abhängigkeit von der aktuellen Verkehrssituation die Führung des Flugzeugs zwischen der Start- und Landebahn sowie den Park- und Andockpositionen.
Siemens-Schottel-Propulsor
Ende 1997 stellen Siemens und die Schottel-Werft den gemeinsam entwickelten "Siemens-Schottel-Propulsor" (SSP) vor. Der Antrieb ist in einer um 360 Grad drehbaren Gondel außerhalb des Schiffsrumpfes untergebracht. Gegenüber herkömmlichen Antriebslösungen verbraucht der Propulsor ca. 10 Prozent weniger Treibstoff.
Piezoelektrisches Dieseleinspritzventil
Kernstück der zukunftsweisenden Diesel-Hochdruckeinspritzung ist das von Siemens entwickelte piezohydraulische Ventil - mit 0,1 Millisekunden Schaltzeit Weltspitze. Durch genaueste Dosierung des Treibstoffs ergeben sich beachtliche Verbesserungen für die direkte Einspritzung.
Transrapid in Shanghai
Nach über 150 Jahren Eisenbahn steht eine neue Technik für den praktischen Einsatz bereit: das elektromagnetische Schweben mit dem "Transrapid". Die grundlegenden Versuche begannen bereits in den 70er Jahren und führten zu völlig neuen Perspektiven: Höchstgeschwindigkeiten über 550 km/h, mit 10 Prozent Steigfähigkeit dreifache Erhöhung gegenüber dem Schiene-Rad-System und eine bessere Umweltverträglichkeit als der ICE. Erstmals kommt diese Technik kommerziell 2003 auf der Strecke Shanghai - Flughafen Pudong in China zum Einsatz.