Röntgenkugel, 1934
Siemens-Röntgen-Drehanodenröhren können sehr viel höhere Belastungen aushalten als herkömmliche Röntgenröhren. 1934 bringt Siemens die Röntgenkugel auf den Markt. Sie kann direkt ans Lichtstromnetz angeschlossen werden und behauptet sich weltweit bis in die siebziger Jahre.
Betatron 15-MeV, 1952
Nach Pionierarbeiten ab Mitte der 1930er Jahre wird bereits 1944 bei Siemens ein Betatron für 6 MeV hergestellt. Moderne Betatrons beschleunigen Elektronen auf über 40 MeV und werden zur Erzeugung extrem harter Röntgenstrahlen für Zwecke der Materialuntersuchung und in der Medizin zur Hochenergie-Strahlentherapie eingesetzt.
Erster Echokardiograph der Welt (mit den Pionieren Inge Edler und Hellmuth Hertz), 1953
Siemens stellte 1953 den Pionieren der Echokardiographie Inge Edler und Hellmuth Hertz (Lund/Schweden) den ersten Echokardiographen der Welt für Forschungszwecke zur Verfügung. Heute ist eine Herzuntersuchung ohne dieses aussagekräftige Ultraschallverfahren nicht mehr denkbar.
Herzschrittmacher, 1958 erstmals implantiert
Einem schwer herzkranken Patienten, der täglich unter bis zu zwanzig Herzstillständen leidet, wird 1958 in Schweden der erste Herzschrittmacher der Welt - von Siemens-Elema entwickelt - implantiert. Der Chirurg Senning führt diese Operation nach vorherigen Versuchen an Hunden aus.
Ultraschall-Diagnostikgerät VIDOSON, 1965
Siemens präsentierte 1965 mit dem VIDOSON das erste Ultraschall-Realtime-Diagnostikgerät der Welt. Dieses "Echtzeit"-Schnittbildverfahren setzte sich wegen seiner Unschädlichkeit schnell in der Geburtshilfe und Gynäkologie durch. Heute wird es als das meistverbreiteste bildgebende Verfahren in fast allen medizinischen Fachbereichen angewendet.
Kernspintomograf Magnetom Open viva
Bereits 1983 beginnt Siemens mit der Entwicklung der Magnetom-Familie und stellt 10 Jahre später den ersten frei zugänglichen Kernspintomographen "MAGNETOM open" vor. Mit Hilfe starker Magnetfelder liefert er Querschnittsbilder von höchster Qualität, ohne daß die Patienten (Röntgen-) Strahlungen ausgesetzt sind. Die Schnittbilder lassen Gewebe und Organe deutlicher als je zuvor erkennen.
PET Scanner
Mit der Positronen-Emissions-Tomografie (PET) setzt Siemens einen weiteren Meilenstein. Der PET-Scanner mißt mehrere Schichten gleichzeitig mit einer unübertroffenen räumlichen Auflösung und Empfindlichkeit. Dadurch wird er zu einem wichtigen Verfahren der nuklearmedizinischen Diagnostik.
Konsultation von Spezialisten über Datenleitungen
Das Krankenhaus der Cleveland Clinic Foundation besteht aus einem Verbund von sieben Krankenhäusern und zehn ambulanten Zentren, die in einem Radius von 75 km verteilt sind. Mit PACS (Picture Archiving & Communication System) werten 50 Radiologen pro Jahr über 500.000 Untersuchungen für den Hauptcampus, die Verbundkrankenhäuser und die ambulanten Zentren aus. Außerdem werden Bilder, Befunde und damit verbundene Informationen an über 1.000 zuweisende Einrichtungen weitergeleitet.