Dynamomaschine von Werner von Siemens, 1866
1866 entdeckt Werner von Siemens das dynamoelektrische Prinzip und macht damit die praktische Anwendung der Elektrizität erst möglich. Die Dynamomaschine kann mechanische Energie auf wirtschaftliche Weise in elektrische Energie umwandeln. Mit dieser Erfindung ist der Grundstein für die heutige Elektrotechnik gelegt.
Erste Benson-Kesselanlage in Berlin-Gartenfeld, 1927
1922 erhält Mark Benson ein Patent über einen Kessel für die Überführung von Wasser in Dampf unter hohem Druck. Siemens erwirbt das Patent und entwickelt einen betriebssicheren Höchstdruckdampferzeuger. Der erste kommerzielle Benson-Kessel geht 1927 im Heizkraftwerk Gartenfeld in Berlin in Betrieb
Shannon-Projekt zur Elektrifizierung Irlands, Fortschritte der Arbeiten am Krafthaus, 1929
Siemens erhält 1925 vom Irischen Freistaat den Auftrag zur Elektrifizierung des gesamten Landes. Das Kernstück der Versorgung bildet das Wasserkraftwerk am Shannon mit drei Generatoren von je 30 MVA (Inbetriebnahme 1929). 1933 wird die zweite Ausbaustufe (weitere 25 MVA) vollendet.
Expansionsschalter, 1930
Durch die ständig steigenden Leistungen der Energienetze erhöhen sich auch die Anforderungen an die Schaltertechnik. Da die klassischen Ölschalter leicht explodieren können, entwickelt Siemens den Expansionsschalter mit Wasser als Löschflüssigkeit. 1930 wird der erste Schalter dieser Bauart an die Hamburgischen Electricitätswerke geliefert
SF6-Expansionsschalter 2x400kV im Hochspannungsprüffeld, 1980
Energie gelangt über Verteilungs- und Übertragungssysteme zum Verbraucher. Um die zunehmend höheren Übertragungsspannungen schalten zu können, wird 1964 der SF6-Leistungsschalter vorgestellt, der mit Schwefelhexafluorid (SF6) als Löschmittel arbeitet
Kraftwerk Biblis, 1975
Der Kraftwerkblock A in Biblis bei Worms nimmt im Jahr 1974 den Probebetrieb auf. Biblis A ist das bis dahin größte Kernkraftwerk der Welt. Seine Leistung von ca. 1200 MW würde zu diesem Zeitpunkt ausreichen, um eine Stadt mit gut 2 Millionen Einwohnern nebst Industrie mit Strom zu beliefern.
Ansicht der Staumauer, 1976
Mit dem Einsatz von Thyristoren gelingt der Durchbruch für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ). Die erstmalige Anwendung dieser Technik erfolgt 1975 bei der Stromübertragung auf der 1400 km langen Strecke zwischen dem Wasserkraftwerk Cabora Bassa (heute: Cahora Bassa) in Moçambique und Südafrika.
Ausbau des Kraftwerks Belawan in Indonesien zu einem GUD Block, 1993
Bei der Nutzung von Öl und Gas ist die besonders wirtschaftliche und umweltschonende GUD-Technik - die Kombination von Gasturbinen mit Dampfturbinen - weltweit erfolgreich. Siemens errichtet 1994 das GUD-Kraftwerk Rye House in England und wird dafür mit dem "Project of the Year Award" ausgezeichnet.
Die Brennstoffzelle SOFC für den Kraftwerkseinsatz erreichte 10,7 kW
Hohe Wirkungsgrade ohne Emissionen: das verspricht die Brennstoffzelle. Sie erzeugt Energie elektrochemisch aus Wasserstoff und Sauerstoff. 1994 stellt Siemens mit 1,8 KW Leistung einen Weltrekord für Hochtemperatur-Brennstoffzellen vor - dies ist eine Verdreifachung der bisher erreichten Leistungsdichte
Gasturbinen-Kraftwerk Mainz-Wiesbaden, 2002
Dank der 2002 im Kraftwerk Mainz-Wiesbaden eingesetzten Turbine gelingt es, Strom mit einem bislang unerreichten Wirkungsgrad von knapp 60 Prozent und einem um 10 Prozent reduzierten Treibstoffbedarf zu produzieren. Im laufenden Betrieb müssen die Rotorschaufeln Kräfte aushalten, als wenn ein 40 Tonnen schwerer Lkw an ihnen zöge. Damit die Anlage diesen Belastungen auf Dauer gewachsen ist, waren umfangreiche Modellierungen der Schaufelgeometrie mit Hochleistungscomputern nötig.