OSRAM, Beleuchtung des Potsdamer Platzes mit einer 3000 Watt Osram-Nitra-Lampe, 1927
Bereits 1906 ließ sich die Deutsche Gasglühlicht AG (DGA) das Warenzeichen "Osram" für eine neuartige Wolframlampe schützen. Nach dem Ersten Weltkrieg schlossen sich die maßgeblichen deutschen Glühlampenhersteller DGA, AEG und Siemens & Halske zur Osram GmbH KG zusammen. Die AEG und Siemens & Halske brachten ihre eigenen Glühlampenfabriken in das neue Geschäft ein. Zu dieser Zeit, 1921/22, wurde auch das bekannte Osram-Markenlogo entwickelt, dass sich in nur geringer Abwandlung bis heute erhalten hat. 1976 verkaufte die AEG in der Situation, die auch zum Verkauf der KWU- und TU-Anteile (siehe Kraftwerk Union und Transformatoren Union AG) führte, ihre Osram-Beteiligung an Siemens. Seit 1978, als Siemens auch die Anteile von General Electric an Osram erwerben konnte, befindet sich Osram ganz im Besitz von Siemens. Heute zählt Osram zu den weltweit führenden Lampenherstellern. Im Geschäftsjahr 2008 erwirtschaftete das Unternehmen mit Sitz in München einen Umsatz von 4,6 Milliarden Euro, davon 88 Prozent im Ausland.
BSHG, Werbung für das Herdprogramm, 1969
Als in den 1950er Jahren eine zunehmende Nachfrage nach Konsumgütern entstand, reagierte Siemens mit der Schaffung einer eigenen Einheit. So wurden 1957 die Gebiete Rundfunk und Fernsehen aus der Siemens & Halske AG und die Hausgeräte aus der Siemens-Schuckertwerke AG ausgegliedert und unter dem Dach der neu gegründeten Siemens-Electrogeräte AG (SE) weitergeführt. Dieser wurden Fertigung, Entwicklung und Vertrieb aller elektrotechnischen Konsumgüter übertragen. Im Zuge der starken Konkurrenz aus Fernost stellte Siemens die Fertigung von Rundfunk- und Fernsehgeräten später ein, der Vertrieb mit zugekauften Geräten wurde schließlich 1996 beendet. Bereits 1967 war der gesamte Haushaltsgerätebereich aus der SE herausgenommen und mit dem entsprechenden Sektor von Bosch zur Bosch-Siemens-Hausgeräte GmbH (BSH) zusammengelegt worden. Heute ist BSH Marktführer in Westeuropa und weltweit einer der führenden Hersteller von Weißer Ware – ein erfolgreicher, global agierender Konzern mit mehr als 39.000 Mitarbeitern und 42 Fertigungsstandorten in Europa, Asien, USA und Lateinamerika.
Nokia Siemens Networks, Zentrale in Espoo, Finnland
Nokia Siemens Networks hat zum 1. April 2007 seine Geschäftstätigkeit aufgenommen. In das 50:50 Gemeinschaftsunternehmen haben beide Unternehmen das jeweilige Geschäft mit Netzbetreibern inklusive der dazugehörigen Vermögenswerte eingebracht. Mit 60.000 Mitarbeitern in über 150 Ländern zählt NSN weltweit zu den führenden Anbietern von Telekommunikationsdienstleistungen. Innovation und Nachhaltigkeit bilden den Kern des umfassenden Portfolios in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz und konvergente Netze. Ergänzt wird dieses Angebot durch Dienstleistungen wie Beratung und Systemintegration sowie Installation, Wartung und Managed Services. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Espoo, Finnland.