Vertrauen beruht auf Vielfalt

Grenzenlos zusammenarbeiten

Vielfalt inspiriert, setzt kreative Potenziale frei, erweitert Horizonte und ist damit ein wesentlicher Baustein für den Erfolg von Siemens. Denn Menschen unterschiedlicher Herkunft und Ausbildung gehen gleiche Aufgaben völlig unterschiedlich an – und finden dabei oft im Team die beste Lösung. Umso besser, wenn man sich mühelos über Länder, Sprachen und Kulturen hinweg austauschen kann. Bei Siemens unterstützt die Softwarelösung Teamcenter die internationale Zusammenarbeit an vielen Standorten.

Die Ziele: Chancen der Vielfalt besser nutzen, effektiver werden, die besten Lösungen entwickeln und diese noch schneller an den Markt bringen. Was das konkret bedeutet, erleben Allen Wang, James D. Palasek, Tesha Best und Christian Mellenthin (von links) jeden Tag. Dank Teamcenter arbeiten sie an ihrem Standort in Tucker, Georgia, USA, eng vernetzt mit ihren Kollegen in aller Welt zusammen. Wie die Software dazu beiträgt, dass sie sich dabei noch stärker als Teil der Siemens-Familie fühlen, erfahren Sie im Folgenden.

Amber Sherman, Kundenbetreuung

WERDEGANG Nach Stationen in Erlangen, Nürnberg und Hanoi, Vietnam, betreut Amber Sherman seit 2012 Großkunden von Siemens in South Carolina, Georgia, Florida, USA, und in den Ländern der Karibik. Sie hat einen Master of International Business in Marketing der Universität Erlangen und der Georgia State University in Atlanta. Amber Sherman ist besonders stolz darauf, für große Kunden, wie die US-Werke bekannter europäischer Automobilhersteller, zu arbeiten. Bei Siemens schätzt sie vor allem, sich mit Kollegen in anderen Ländern über erfolgreiche Projekte austauschen zu können.

Atlanta, Georgia, USA
Reportage/ nach oben Siemens Control Components and Systems Engineering (CE) ist eine Geschäftseinheit der Division Industry Automation (IA) im Sektor Industry von Siemens. CE ist spezialisiert auf Produkte für industrielle Schalttechnik, branchenspezifische Produkte und Systeme auf Basis von Industrieplattformen sowie Dienstleistungen.

Persönlich vor Ort an wichtigen Märkten der Welt»Es spielt keine Rolle, wo man bei Siemens arbeitet und in welcher Kultur man zu Hause ist: Wir haben alle die gleichen Ziele. Das ist wahrscheinlich das Beste, was man bei Siemens lernen kann.« James D. Palasek spricht aus Erfahrung: Der Ingenieur aus Tucker im US-Bundesstaat Georgia ist seit zwölf Jahren bei Siemens beschäftigt und arbeitet intensiv mit Kollegen in Mexiko, Deutschland, China und Indien zusammen. Sein Spezialgebiet ist die Entwicklung von Modulen und Komponenten für Schaltschränke. Hier will Siemens – wie in jedem Geschäftsfeld – weltweit an allen Märkten führende Positionen erreichen. Aber nur wenige Komponenten lassen sich überall einsetzen – zu unterschiedlich sind die technischen Regularien, die Industriestandards oder auch die klimatischen Bedingungen. An wichtigen Märkten entwickelt Siemens deshalb nah bei seinen Kunden vor Ort. So auch in Tucker, einem der weltweit 15 Standorte der Siemens-Geschäftseinheit CE (Control Components and Systems Engineering). Wie die Mitarbeiter an anderen Standorten ist James D. Palasek aber über seinen Heimatmarkt hinaus aktiv. »Die Kollegen in Deutschland helfen uns beispielsweise bei der Vermarktung unserer US-Produkte in Europa. Und umgekehrt unterstützen wir sie genauso, wenn sie für Europa entwickelte Produkte auf den US-Markt bringen wollen.«

Jayne Beck, Technische Auftragsbearbeitung

WERDEGANG Abschlüsse in General Engineering an der University of Illinois und in Business Administration am North Central College in Naperville, Illinois, qualifizieren Jayne Beck für die Schnittstelle zwischen Technik und Betriebswirtschaft. Die begeisterte Teamcenter-Anwenderin ist seit 24 Jahren für Siemens tätig und stolz auf ihren Arbeitgeber – vor allem, weil sich die Mitarbeiter weltweit mit großem Engagement für die Zufriedenheit ihrer Kunden einsetzen.

West Chicago, Illinois, USA Helmut Staufer, Produktmanagement

WERDEGANG Im globalen Produktmanagement von Siemens CE ist Helmut Staufer seit 2011 für Befehls- und Meldegeräte zuständig. Der Elektroingenieur kam 2010 zu Siemens und war unter anderem für sechs Monate in Suzhou, China, tätig. Dort ließ er sich vom Optimismus und von der Neugier seiner chinesischen Kollegen anstecken und freut sich zudem über ihr Interesse am Fußball in Europa.

Fürth, Deutschland

Teamcenter: eine Software für die ZusammenarbeitHelmut Staufer vom zentralen Produktmanagement von Siemens CE in Fürth geht noch weiter: »Neue und weiterentwickelte Produkte sollen auf vielen Märkten funktionieren oder müssen sich unkompliziert anpassen lassen. Dafür tausche ich mich ständig mit unseren internationalen Entwicklungsstandorten aus – über Online-Konferenzen, Telefon und E-Mail.« Ein Beispiel unter vielen: die Optimierung der Drucktaster der Siemens-SIRIUS-Baureihe für verschiedene Märkte – eine Aufgabe, für die Xu Huihui bei Siemens in Suzhou nahe Shanghai verantwortlich ist. Der Entwicklungsingenieur stimmt sich mit Staufer und Kollegen in verschiedenen Ländern mithilfe von Teamcenter ab. Ihre Vorteile überzeugten die leidenschaftlichen Netzwerker von Siemens in Fürth, Tucker, Suzhou und anderswo auf Anhieb. Xu Huihui ist begeistert: »Mit Teamcenter kann ich mit jedem überall zu jeder Zeit auf einer einzigen Plattform zusammenarbeiten. Besser können wir Informationen, Pläne, CAD-Daten und 3-D-Ansichten nicht austauschen.« Bei Siemens in West Chicago nutzt Jayne Beck Teamcenter von Beginn an. Sie schätzt vor allem die einheitlichen Prozesse: »Früher haben unsere Entwicklerteams mit vielen unterschiedlichen Softwarelösungen gearbeitet. Das hat den Datentransfer ganz erheblich erschwert. Heute verfügen wir mit Teamcenter über nur noch eine Plattform für den Austausch von Produkt- und Konstruktionsdaten, mit der wir den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte steuern – von der ersten Idee über das Konstruieren und Herstellen bis zum kontinuierlichen Fortentwickeln.«

Xu Huihui, Entwicklung (links)

WERDEGANG Während seines Studiums am Yancheng Institute of Technology war Xu Huihui bereits als Softwaretester für Siemens tätig. Mit dem Bachelor-Abschluss in Mechanical Design, Manufacture and Automation trat er 2008 bei Siemens in Suzhou ein. Nach verschiedenen Stationen in der IT-Abteilung ist er zurzeit in der Entwicklung tätig. Hier hat er die Erfahrung gemacht: Teamcenter lässt sich sehr leicht erlernen und verbessert die internationale Zusammenarbeit spürbar.

Suzhou, China Lu Guomin, Teamcenter-Standortkoordinator (rechts)
 

Vorteile in jeder Hinsicht – für Mitarbeiter und KundenDas Ergebnis von Teamcenter: straffere Abläufe, keine doppelten Arbeitsschritte mehr und noch schnellere Lösungen. Und etwas, das nicht primär vorgesehen war, aber der vielleicht größte Vorteil von Teamcenter ist: ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das wächst und wächst, über Kultur- und Landesgrenzen hinaus. In der ganzen Welt erleben Mitarbeiter von CE und vielen anderen Geschäftseinheiten des Siemens-Sektors Industry Tag für Tag, wie Teamcenter die Zusammenarbeit von Frauen und Männern mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Erfahrungen und Qualifikationen verbessert – auch dadurch, dass sich die Kollegen besser kennenlernen. Jayne Beck schätzt vielfältig zusammengesetzte Teams aber noch aus einem anderen Grund: »Genauso wie unsere Mitarbeiter kommen auch unsere Kunden aus vielen verschiedenen Kulturkreisen. Wir haben überall auf der Welt Kollegen, die sich besonders gut in unsere Kunden hineinversetzen können. Mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung können wir bessere Produkte und Lösungen entwickeln.«

Das Bekenntnis zur Vielfalt als ChanceSiemens hat das klare Bekenntnis zur Vielfalt (Diversity) in der Firmenphilosophie fest verankert. Denn für ein Unternehmen, das in rund 190 Ländern der Welt aktiv ist und über zwei Drittel seines Umsatzes außerhalb des Heimatmarkts erwirtschaftet, ist Diversity mehr als eine geschäftliche Notwendigkeit. Unsere Mitarbeiter erkennen darin große Chancen für ihre berufliche und auch für ihre persönliche Weiterentwicklung: »Die Arbeit mit Kollegen in aller Welt erweitert meinen Horizont und verändert meine Sichtweise. Ich kann sehr viel bei Siemens lernen«, sagt zum Beispiel Xu Huihuis Kollegin Wang Yan Qin. Helmut Staufer spornt die Zusammenarbeit mit seinen chinesischen Kollegen in einem Punkt besonders an: »Sie sind grundsätzlich immer sehr optimistisch, positiv und mit sehr viel Engagement bei der Sache.« Und auch James D. Palasek gewinnt ganz persönlich: »Ich lerne viel über andere Kulturkreise und ihre Arbeitsstile und kann diese Erfahrungen in meine Arbeit einbringen.« Die Leidenschaft und die Motivation, sich auszutauschen und voneinander zu lernen, prägen heute weite Teile des Arbeitsalltags bei Siemens.

Wang Yan Qin, Qualitätsmanagement Lieferanten (links)

WERDEGANGAusgestattet mit einem Master der Hefei University of Technology, kam Wang Yan Qin im Jahr 2007 zu Siemens in Suzhou. Sie ist unter anderem für die Auswahl und Bewertung von Lieferanten zuständig und überwacht die Qualität zugelieferter Komponenten. Wang Yan Qin interessiert sich sehr für andere Kulturkreise. Seit ihrem Besuch in Deutschland schwärmt sie von Kartoffelklößen, obwohl sie so ganz anders schmecken als die Klöße in ihrer Heimat.

Suzhou, China Lu Guomin, Teamcenter-Standortkoordinator (vorn),
Xu Huihui, Entwicklung (hinten)
James D. Palasek, Entwicklung und Zertifizierung (links)

WERDEGANGNach mehreren Stationen bei Siemens in den USA und Mexiko leitet James D. Palasek derzeit ein Entwicklungsteam von Siemens CE in Tucker. Er hat einen Bachelor of Science in Industrial Technology / Engineering der Iowa State University und ist seit 2000 im Unternehmen. Palasek freut sich, wenn er auf Kollegen in Europa trifft, die seinen Lieblingsroman, das Kultbuch »Per Anhalter durch die Galaxis«, gelesen haben. Vor einigen Jahren musste Palasek Pläne und Daten noch manuell nach China schicken. Heute geht das mit Teamcenter automatisch.

Tucker,
Georgia, USA

Die weltweite Siemens-FamilieBei allen Unterschieden in puncto Kultur und Bildungshintergrund erleben die Mitarbeiter viele Gemeinsamkeiten der großen Siemens-Familie. Helmut Staufer freut sich vor jeder Online-Konferenz auf den kurzen privaten Austausch mit seinen Kollegen. Und James D. Palasek hat sich sogar von der Begeisterung für Fußball anstecken lassen: »Wenn es nicht gerade gegen die USA geht, dann drücke ich der deutschen Fußballnationalmannschaft die Daumen.« Die enge Zusammenarbeit stärkt das Gefühl, Teil der weltweiten Siemens-Familie zu sein. Amber Sherman vom Siemens-Vertrieb in Atlanta hat bei ihren internationalen Stationen die Erfahrung gemacht: »Ganz gleich, wo ich bei Siemens heute hinkomme: Wir sprechen überall im Prinzip die gleiche Sprache.« Sie ist nicht Deutsch, Englisch oder Chinesisch. Philipp Bierschneider aus Amberg, verantwortlich für die Einführung von Teamcenter bei CE, hat die Sprache der Siemens-Familie an Standorten auf der ganzen Welt erfahren: »Die Kollegen gehen sehr herzlich aufeinander zu und sind sehr hilfsbereit. Wir arbeiten weniger von Organisation zu Organisation zusammen, sondern Hand in Hand von Mensch zu Mensch.«

Jinglu Wen, Entwicklung (rechts)

WERDEGANGGleich nach ihrem Abschluss als Bachelor of Science in Mechanical and Electrical Engineering an der Northwestern University in Evanston, Illinois, sammelt Jinglu Wen bei Siemens praktische Erfahrung. Am Standort West Chicago konstruiert sie verschiedene 3-D-Modelle und Baugruppen. Via Teamcenter tauscht sie sich auch international über ihre Arbeitsergebnisse aus – und ist begeistert von der großen Unterstützung durch ihre erfahrenen Kollegen.

West Chicago,
Illinois, USA
Brigitte Ederer,
Mitglied des Vorstands der Siemens AG und Arbeitsdirektorin
»Vielfältig zusammengesetzte Teams mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten mehren den Ideenreichtum in unserem Unternehmen und stärken damit seine Innovationskraft.«
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TEAMCENTER:
DER TURBO FÜR DIE ZUSAMMENARBEIT

Doppelt so schnell beim Kunden sein. Produzieren und vermarkten, während die Wettbewerber noch planen. Innovationen quasi im Zeitraffer auf den Markt bringen. Und das bei 280.000 Produktvarianten, 60.000 Mitarbeitern und Fertigungsstandorten in aller Welt. Ganz schön ehrgeizig, was sich unsere Divisionen Drive Technologies und Industry Automation vorgenommen haben. IEC (Integrate Enable Collaborate) nennen sie ihr Programm für mehr Geschwindigkeit und maximale Effizienz. Das Ziel: Im Lauf der nächsten Jahre sollen neue Produkte deutlich schneller, teilweise sogar in der halben Zeit, auf den Markt kommen.

Das setzt perfektes Teamwork voraus: Entwickler, Produktmanager, Konstrukteure, Fertigungsplaner und viele andere Spezialisten müssen an einem Strang ziehen. Und sie müssen ihr Wissen über Produkte und Prozesse in einen gemeinsamen Datenpool einbringen – egal ob es aus einem CAD-Programm (Computer Aided Design, rechnergestützte Konstruktion), einer Office-Anwendung (unter anderem Textverarbeitung) oder dem CAM-System (Computer Aided Manufacturing, rechnergestützte Fertigung) stammt. Denn nur so sind alle Informationen stets überall verfügbar, von der ersten Produktidee über die Fertigungsplanung und die Bedienungsanleitung bis hin zu Rückmeldungen aus dem Service. Der Kreis schließt sich mit dem Start zur Entwicklung der nächsten Produktgeneration.

 

»Teamcenter« heißt die Siemens-Software, mit der das intelligente Management des Produktlebenszyklus (Product Lifecycle Management, PLM) über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg Wirklichkeit wird. Rund sieben Millionen Anwender in aller Welt arbeiten schon mit Teamcenter oder weiteren Produkten von Siemens PLM Software mit Sitz in Plano, Texas, USA – darunter fast alle wichtigen Automobilhersteller. Verständlich, dass Siemens das erfolgreiche Produkt auch intern nutzt. Am Ende werden rund 20.000 Mitarbeiter der beiden genannten Divisionen an 90 Standorten in 15 Ländern mit Teamcenter arbeiten.

Das IEC-Programm ist einzigartig in seiner Größe, Komplexität und Vielfalt des Anwendungsumfelds. Die Entwickler von Teamcenter sind deshalb gespannt auf die Erfahrungen mit der Einführung und Nutzung der Software. Daran wächst dann die nächste Generation von Teamcenter. Denn bei Siemens gilt nicht nur: Wir nutzen, was wir verkaufen, sondern auch: Wir verkaufen, was wir nutzen.