Für Integrität einstehen
Siemens bekennt sich zum fairen Wettbewerb. Wir wollen uns an den Märkten der Welt durchsetzen und dabei Recht und Gesetz einhalten. Integres unternehmerisches Handeln ist ein Teil der Unternehmenskultur von Siemens. Für unser Verhalten haben wir transparente und verbindliche Grundsätze formuliert. Wir beziehen klar und unmissverständlich Position bei der Bekämpfung von Korruption. Darüber hinaus nehmen wir unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, der Umwelt und unseren Mitarbeitern wahr – Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz unserer Beschäftigten sowie der Erhalt der natürlichen Ressourcen gehören für uns gleichermaßen zu integrem unternehmerischem Handeln.
Ein fairer Wettbewerb setzt voraus, dass sich alle Marktteilnehmer an die gleichen Regeln halten. Siemens engagiert sich überall auf der Welt zusammen mit Partnern und Wettbewerbern für Integritätspakte: Im Rahmen gemeinsamer Aktionen, die wir als »Collective Action« bezeichnen, verpflichten sich Auftraggeber und Auftragnehmer für einzelne Projekte, im Vergabeprozess auf Transparenz zu achten und Bestechung bei der Vergabe öffentlicher Aufträge zu unterlassen.
Allein in Indien konnte Siemens seit dem Jahr 2009 rund 40 Integritätspakte mit Organisationen des öffentlichen Sektors abschließen. Nach Absprache mit diesen Kunden und der Nichtregierungsorganisation Transparency International wurden Integritätspakte in Ausschreibungsunterlagen aufgenommen, und sie werden auch bei künftigen Vergaben gefordert.
Zur Bekämpfung der Korruption setzt sich Siemens in vielen Ländern über die eigenen Branchen hinaus ein. In der Tschechischen Republik haben wir zum Beispiel zusammen mit der American Chamber of Commerce eine Koalition für transparente Geschäftspraktiken initiiert. Und gemeinsam mit der Deutschen Außenhandelskammer und dem International Business Leaders Forum hat Siemens in Russland eine Initiative für Unternehmensethik vorangetrieben. Inzwischen haben mehr als 90 Unternehmen die Erklärung der Initiative unterzeichnet.
Mit einem Budget von 100 Mio. US$ fördert die Siemens-Integritätsinitiative während der kommenden 15 Jahre die Entwicklung fairer Wettbewerbsbedingungen. Finanziert werden Non-Profit-Organisationen in aller Welt, die sich für integre Geschäfte und gegen Korruption engagieren. Mit der ersten Tranche unterstützt Siemens 31 Projekte in 20 Ländern, zum Beispiel die brasilianische Organisation Instituto Ethos. Sie setzt sich für eine transparente Vergabe der Infrastrukturaufträge im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und der Olympischen Spiele 2016 in Brasilien ein. In Europa erhält unter anderem die neu gegründete International Anti-Corruption Academy in Wien Mittel für Forschung und Lehre im Bereich Korruptionsbekämpfung sowie zur Ausbildung von Antikorruptionsexperten. Weitere Informationen zur Integritätsinitiative und der ihr zugrunde liegenden Vereinbarung mit der Weltbank finden Sie im »Compliance-Bericht«.
Überall auf der Welt den Wettbewerb frei gestalten, Recht und Gesetze einhalten sowie Korruption bekämpfen – das ist nur die eine Seite unseres Integritätsbegriffs. Eine große Bedeutung haben bei uns auch Umweltschutz, Gesundheitsmanagement, Arbeitssicherheit sowie klare und unmissverständliche Anforderungen an unsere Lieferanten und Partner.
Siemens hat bereits im Jahr 1971 ein Umweltschutzreferat eingerichtet und seitdem sein Umweltmanagement weltweit ausgebaut sowie an die sich oftmals ändernden Anforderungen angepasst. Ein eigenes Programm zum Umweltschutz legt klare Ziele fest für die Verbesserung der Umweltleistung auf den Gebieten CO2-Emissionen, Primärenergie und Fernwärme, Wasser, Abfall und elektrische Energie.
Wie der Umweltschutz, so sind auch Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement wichtige Bestandteile unserer Business Conduct Guidelines, die für alle Siemens-Mitarbeiter die Basis ihrer Arbeit darstellen. Oberste Maxime ist es hierbei, die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter und Kunden zu gewährleisten. Wir wissen, dass unsere unterschiedlichen Geschäftstätigkeiten verschiedene Gefährdungsrisiken für unsere Mitarbeiter bergen. Deshalb sorgen wir einerseits für weltweit gültige Vorgaben, andererseits passen wir Programme dezentral an die konkreten Risiken vor Ort an.
Nach klaren Integritätsgrundsätzen handeln: Diesen Anspruch stellen wir nicht nur an uns selbst, sondern wir erwarten ein solches Verhalten auch von unseren Lieferanten und Partnern. Energieeffizienzprogramme und Nachhaltigkeitsaudits sind nur zwei Beispiele, wie wir hierfür Sorge tragen. Ein eigener Code of Conduct für Siemens-Lieferanten liefert hierzu die verbindliche Basis.
- www.siemens.com/nb/compliance
- www.siemens.com/integritaets-initiative
- www.siemens.com/nb/umweltschutz
- www.siemens.com/nb/sicherheitsmanagement